Ralf Rangnick hat in diesem Sommer alle Hände voll zu tun – in doppelter Hinsicht. Der eigentliche Sportdirektor übernimmt für ein Jahr neben seinen Management-Tätigkeiten zusätzlich den Trainerjob bei RB Leipzig. Inzwischen soll ein Nationalspieler des FC Bayern ins Blickfeld des Trainermanagers geraten sein.


Laut Informationen der Sport Bild herrscht bei RB Leipzig die Vorgabe, zwei Jahre nach dem Aufstieg in die Bundesliga den ersten Nationalspieler zu verpflichten. Auf der Transfer-Agenda soll dem Sportfachblatt zufolge Sebastian Rudy stehen.


Der WM-Fahrer könnte sich vor allen Dingen von dem Engagement seines Ex-Trainers Julian Nagelsmann überzeugen lassen. Der 31-jährige Fußballfachmann wechselt zur Saison 2019/20 zu den Bullen. Beide arbeiteten zuvor bei der ​TSG Hoffenheim zusammen.

Bayern Muenchen v Eintracht Frankfurt - DFB Cup Final

Sebastian Rudy befindet sich auf der Leipziger Shortlist



Ralf Rangnick, Leipziger Trainer und Sportdirektor in Personalunion, soll im Hintergrund die Möglichkeiten einer Verpflichtung ausloten, heißt es. Kontakt zu Rudys Management habe es bereits gegeben. Rangnick transferierte Rudy schon mal: 2010 vom ​VfB Stuttgart nach Hoffenheim.


Bei einer Rudy-Verpflichtung würde Leipzig mit der selbst auferlegten Transferphilospohie brechen. Bisher setzten sich die Sachsen eine Altersgrenze von 24 Jahren sowie ein Maximalgehalt von jährlich vier Millionen Euro auf, das bei Rudy in München um einiges drüber liegt. „Er ist kein Spieler, mit dem wir uns aktuell beschäftigen“, erklärte RB-Vereinschef Oliver Mintzlaff schon vor zehn Tagen.


Überangebot im Mittelfeld - weicht Rudy?


Fakt ist: Der ​FC Bayern ist nicht müde zu betonen, beim aktuellen Überangebot im Mittelefeld einen Spieler abgeben zu wollen. Ob es Rudy ist, der in seiner ersten Saison beim amtierenden Deutschen Meister 34 Pflichtspiele absolvierte, wird sich zeigen. Rudys Vertrag läuft noch bis 2020, als mögliche Ablöse sollen zwischen zehn und 15 Millionen Euro im Raum stehen.