​Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg wird aller Voraussicht nach mindestens sechs Wochen auf Innenverteidiger Ewerton verzichten müssen. Der Brasilianer verdrehte sich beim Training das rechte Sprunggelenk und erlitt dabei einen Teilriss des Syndesmosebandes. Der Ausfall des Leistungsträger soll zumindest zum Saisonstart wohl durch einen Youngster aus den eigenen Reihen kompensiert werden. 


Wie der kicker berichtet, wird Lukas Mühl den Platz von Ewerton übernehmen und ihn während seiner Ausfallzeit in der Innenverteidigung des ​1. FC Nürnberg ersetzen. Der Kapitän der U20-Nationalmannschaft war für den Brasilianer bereits in der Schlussphase der abgelaufenen Spielzeit eingesprungen und hatte seine Sache dabei mehr als ordentlich gemacht. "In den entscheidenden Spielen der vergangenen Saison haben wir auch auf Ewerton verzichten müssen und das gut hinbekommen", erklärte auch Coach Michael Köllner. 

Der 21-jährige Mühl gilt als großes Abwehrtalent und darf sich nun wohl über mehrere Wochen auf höchstem Niveau in der Bundesliga beweisen. "So etwas ist immer auch die Chance für einen anderen. Wobei auch klar ist, dass sich die Spielweise der Mannschaft ein wenig ändert, denn jeder interpretiert die Rolle anders", so der Coach über die Personallage. 


Mit der ​Verletzung von Ewerton stehen beim Club aktuell nur zwei gelernte Innenverteidiger im Kader. Als zwingenden Grund für einen weiteren Transfer sieht Köllner die Verletzung seines Stammspielers aber nicht. "Ondrej Petrak und Eduard Löwen können auch innen verteidigen. Und wenn wir aufgrund des Gegners mal auf eine Dreierkette umstellen, sieht die Sache sowieso wieder anders aus. Deswegen brauchen wir jetzt auch keinen Panik-Transfer tätigen." Auch Sportdirektor Andreas Bornemann sieht die Mannschaft selbst ohne Ewerton gut aufgestellt. "Wir gehen aktuell davon aus, dass unser Kader über die Qualität verfügt, diesen Ausfall aufzufangen." 


Eine Hintertür ließ sich der 48-jährige Coach aber dennoch offen. "Natürlich schauen wir uns auch auf dieser Position um. Doch das geschieht schon seit Wochen - wir werden aber, wie bereits gesagt, nicht wegen des Ausfalls Ewerton jetzt irgendetwas übers Knie brechen."