ILTEN, GERMANY - JULY 21: Andre Breitenreiter, head coach of Hannover looks on during the preseason friendly match between Hannover 96 and PEC Zwolle at Wahre Dorff Arena on July 21, 2018 in Ilten, Germany. (Photo by Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images)

Harter Konkurrenzkampf bei 96 - Nur zwei Positionen sind fix

Für Hannover 96 steht dieser Tage das zweite Trainingslager auf dem Programm. Am Montagmittag ging es für die Mannschaft von Cheftrainer Andre Breitenreiter ins österreichische Velden, wo man sich bis zum 7. August auf die neue Bundesligasaison vorbereiten wird. Und wer steht zum Saisonauftakt in der Startelf? Bei den Niedersachsen sind die Stammplätze aktuell hart umkämpft.   


Das sind die härtesten Konkurrenzkämpfe bei Hannover 96:

1. Bleibt Tschauner die Nummer eins?

Wer steht für 96 zwischen den Pfosten? Diese Frage beschäftigt momentan wohl auch Hannovers Trainer Andre Breitenreiter, der den Kampf um die Nummer eins zwischen Philipp Tschauner und dessen Herausforderer Michael Esser weiter aufmerksam beobachten wird. Während Ersterer im Rahmen der Vorsaison gesetzt war und mittlerweile in die vierte Spielzeit mit den Niedersachsen geht, muss sich Esser sowohl im Training als auch bei Testspielen weiter beweisen. 


Der 1,99 Meter hochgewachsene Schlussmann kam in der vorigen Saison lediglich viermal zum Einsatz und demnach nicht über den Rang als Ersatztorwart hinaus. Während seiner Zeit bei Darmstadt 98 hat der 30-Jährige allerdings bewiesen, dass auch er eine adäquate Wahl zwischen den Pfosten sein kann!  

2. Innenverteidigung: Nur Anton ist gesetzt

Waldemar Anton, Kevin Wimmer, Josip Elez, Timo Hübers, Felipe – mit insgesamt fünf Innenverteidigern ist das Abwehrzentrum der Hannoveraner relativ gut bestückt. Während Anton unter Trainer Breitenreiter gesetzt sein dürfte, kämpft das Quartett um den Platz neben ihm. Beste Aussichten hat derweil wohl Kevin Wimmer, der für diese Saison von Premier-League-Absteiger Stoke City an die Niedersachsen ausgeliehen ist. Mit Josip Elez (nach Leihe für 2,5 Millionen Euro aus Rijeka gekommen) hat man zudem einen Innenverteidiger, der für Hannover im Rahmen der Bundesliga-Rückrunde elfmal zum Einsatz kam und immer wieder gute Ansätze zeigte. 

3. Wer macht das Rennen auf Außen?

Julian Korb oder Oliver Sorg? Matthias Ostrzolek oder Miiko Albornoz? Für wen sich Andre Breitenreiter auch entscheidet: Auf den Außenverteidigerpositionen sind die Niedersachsen jeweils doppelt stark besetzt. Sorg, der in der Vorsaison oftmals den Innenverteidiger in Breitenreiters Fünferkette gab, kam auf 22 Liga-Einsätze. Ostrzolek (27 Einsätze) und Korb (28) waren derweil auf Außen gesetzt.  

4. Viel Auswahl im zentralen Mittelfeld

Pirmin Schwegler, Iver Fossum, Marvin Bakalorz und Walace – wirft man in Hannover einen Blick auf das Personal im zentralen Mittelfeld, wird deutlich: Cheftrainer Andre Breitenreiter hat die Qual der Wahl! Während Walace für sechs Millionen Euro aus Hamburg kam und im Rahmen der vorigen Spielzeit lediglich eine untergeordnete Rolle spielte, stellten Schwegler, Fossum sowie Bakalorz ihre Fähigkeiten im Vorjahr bereits eindrucksvoll unter Beweis – vor allem der Norweger machte aufgrund zahlreicher starker Auftritte auf sich aufmerksam.  

5. Hinter Füllkrug ist alles offen

Lange hatte Niclas Füllkrug mit einem Wechsel nach Mönchengladbach geliebäugelt, doch mittlerweile ist klar: Der 25-Jährige wird auch in der neuen Saison für Hannover 96 auf Torejagd gehen. Im vergangenen Fußballjahr machte er sich mit 16 Saisontoren sowie drei Assists unverzichtbar für 96-Coach Andre Breitenreiter, der wohl nur im seltenstem Ausnahmefall auf seinen Top-Torjäger verzichten wird. Füllkrug gilt in der Offensive demnach als gesetzt, dahinter allerdings ist so gut wie alles offen. 


Während mit Bobby Wood und Wechselkandidat Babacar Gueye noch zwei weitere Mittelstürmer zur Verfügung stehen, sind die Außen mit Ihlas Bebou, Genki Haraguchi, Noah Sarenren Bazee sowie Takuma Asano bei Hannover mindestens doppelt besetzt. Gute Chancen dürfen sich derweil wohl Bebou und Haraguchi ausrechnen. Der Deutsch-Togolese startete in seiner ersten Bundesligasaison so richtig durch, verwöhnte die 96-Fans mit fünf Treffern, zwei Assists und seiner unwiderstehlichen Schnelligkeit. Genki Haraguchi überzeugte unterdessen bei Fortuna Düsseldorf mit herausragenden Leistungen in der Rückrunde und konnte darüber hinaus mit Japan bei der WM in Russland Eindruck schinden (ein Tor).