​Nach wochenlangen Verhandlungen hat sich die TSG 1899 Hoffenheim zur neuen Saison die Dienste von Innenverteidiger Kasim Nuhu Adams von den Young Boys Bern gesichert. Medienberichten zufolge soll bei dem Transfer neben dem Schweizer Meister auch dessen angeblicher Berater Jose Daniel Jimenez Pozanco mehrere Millionen eingenommen haben, obwohl er anscheinend gar nicht in die Verhandlungen involviert gewesen war.


Wie die BILD berichtet, soll Pozcano rund zwei Millionen Euro für den Wechsel von Kasim Nuhu zur ​TSG 1899 Hoffenheim eingestrichen haben, da dessen früherer Klub CD Leganes und er sich vor seinem Wechsel nach Bern eine Weiterverkaufsbeteiligung sicherten. 


Pozcano hatte den Spieler demnach entdeckt und zunächst nach Leganes vermittelt. Im Gegenzug habe er Anteile bei einem möglichen Weiterverkauf erhalten. Nuhu wechselte schließlich von Leganes weiter zu RCD Mallorca, ehe er nach Bern verliehen und schließlich vom Schweizer Klub fest verpflichtet wurde. Bei diesem Wechsel hielt Leganes demnach wohl weiter 50 Prozent der Transferrechte am Defensivmann. Durch den acht Millionen Euro schweren Transfer zum Champions-League-Teilnehmer sollen nun Leganes und der Berater die Hälfte der Ablöse zu gleichen Teilen kassiert haben.


Umso interessanter wird die ganze Geschichte, da der Berater dem Bericht zufolge überhaupt nicht in die Verhandlungen involviert gewesen sein soll. Der Vertreter von Nuhu sei dem Blatt zufolge der Schweizer Berater Christoph Graf gewesen. Pozcano selbst hatte auf Nachfrage der Zeitung jedoch eine andere Meinung und erklärte: "Das ist eine Lüge. Ich bin der Berater des Spielers und vertrete ihn." Dass er nicht allein gehandelt habe, gab er aber zu. "Es war eine Person dabei, die nicht dabei sein musste, weil sie eigentlich nichts mit dem Spieler zu tun hat. Den Transfer habe ich abgewickelt."


Wie die Transferposse nun also wirklich ablief und welcher Berater und Klub nun welche Summe für den Wechsel einstreicht, werden wohl nur die Beteiligten selbst wissen. Dem ghanaischen Nationalspieler hingegen dürfte es recht egal sein, er wird in der neuen Spielzeit in einer der stärksten Ligen Europas auflaufen und darf sich zudem in der Königsklasse präsentieren. Bei den Kraichgauern unterschrieb er einen Vertrag bis Sommer 2023.