Mit 24 Millionen ist Alassane Plea der Rekordeinkauf der ​Gladbacher Borussia, er soll den VfL wieder nach Europa schießen. Bei der Testspiel-Niederlage gegen Ingolstadt (0:1) zeigte sich aber, dass der Franzose noch Zeit benötigt.


Vieles war Stückwerk, was Alassane Plea in seinen 60 Minuten Spielzeit auf den Rasen brachte. Zwar attestierten ihm die hiesigen Medien eine ordentliche Laufbereitschaft und auch der Einsatz hatte beim 25-Jährigen gepasst, das Zusammenspiel mit den neuen Kollegen war jedoch gelinde gesagt noch ausbaufähig. Einzig eine Hereingabe von Patrick Herrmann konnte der Neuzugang für einen Abschluss verwerten, jedoch ohne einen Torerfolg.


Auch körperlich ist Plea noch nicht in der Verfassung, die es braucht, um in der Bundesliga bestehen zu können. Daher trainierte er auch abseits der Mannschaft mit Matthias Ginter, der nach der WM zum Trainingslager in Rottach-Egern zum Team hinzugestoßen ist. Zwar ist Dieter Hecking voll des Lobes für seinen Angreifer, die Maßnahmen und Eindrücke zeigen jedoch, dass Plea noch eine Weile brauchen wird, um sein tatsächliches Leistungsvermögen im Spiel der Fohlen einzubringen.

Ob die Zeit bis zum Saisonauftakt in gut dreieinhalb Wochen gegen die Werkself aus Leverkusen reicht, bleibt abzuwarten. Eigentlich ist es schwer vorstellbar, dass Plea bis dahin bei einhundert Prozent ist, wenn er aktuell eher den eingeforderten Fitnessstand erreichen soll und daher mit den WM-Nachzüglern in einer Trainingsgruppe steckt und dann auf der anderen Seite das Zusammenspiel mit seinen Mannschaftskameraden verbessern muss. Daher ist bereits jetzt schon klar, der Franzose wird Zeit und die Anhänger Geduld brauchen, bis beide Seiten so richtig Spaß miteinander haben können.