​Mit Suat Serdar und Abdou Diallo musste der​ 1. FSV Mainz 05 in dieser Transferperiode bereits zwei absolute Stammkräfte an Konkurrenten aus der Bundesliga abgeben. Auch Angreifer ​Yoshinori Muto steht kurz vor einem Wechsel zu Newcastle United. Bis zuletzt war man sich bei den Domstädtern jedoch sicher, dass zumindest Jean-Philippe Gbamin dem Verein erhalten bleibt. Nun liebäugelt jedoch auch der Mittelfeldspieler mit einem Wechsel in die Premier League.


Unlängst hatten die Mainzer noch zu Protokoll gegeben, dass sowohl der Spieler selbst, als auch der Bundesligist sich auf eine weitere Zusammenarbeit verständigt hätten, schließlich steht der 22-Jährige noch bis zum Sommer 2022 unter Vertrag. Durch starke Leistungen in der vergangenen Saison, hatte sich der Ivorer aber auf die Wunschzettel von einigen Vereinen gespielt. Spätestens nach dem Abgang von Diallo in Richtung Borussia Dortmund, wollte Trainer Sandro Schwarz aber nicht noch einen weiteren Stammspieler abgeben und so herrschte an dieser Front in den letzen Wochen keine große Aufregung.

Durch einige Äußerungen im Umfeld des Trainingslagers in Tirol heizte der defensive Mittelfeldspieler die Diskussionen um seine Person nun aber wieder mächtig an. So erklärte der vierfache Nationalspieler der Elfenbeinküste dem kicker, dass der Transfermarkt noch nicht geschlossen sei und man sehen werde, was mit ihm passiert. Im Anschluss legte der 1,86-Meter-Schlaks noch nach und machte konkretere Andeutungen. "Vielleicht kommt ein großartiges Angebot, das man nicht ausschlagen kann. Dann sieht die Situation ganz anders aus", so Gbamin.


Dabei machte der Rechtsfuß keinen großen Hehl daraus, dass es sein großer Traum sei, einmal in der Premier League zu spielen. Ob diese Wunschvorstellung für die Mainzer zu einer bösen Überraschung wird, könnte sich bereits in den nächsten Tagen zeigen. So verriet der Afrikaner, dass sich sein Berater und der Mainzer Sportdirektor ​Rouven Schröder bald zusammensetzen werden, um gemeinsam eine Entscheidung zu fällen. Selbst wenn man sich dabei auf einen Verbleib in Deutschland einige, versicherte der Mittelfeldakteur, dass er "nicht enttäuscht" sein werde und dennoch auch in Zukunft vollen Einsatz bringen würde.

Auch Schröder meldete sich in der Causa Gbamin mittlerweile zu Wort und ließ über die Twitter-Seite des Vereins verlauten, dass er die großen Ambitionen seines Schützlings zwar anerkennen kann. Im gleichem Atemzug unterstricht er aber auch die gute Verhandlungsposition der Mainzer. "Auch wir als Verein haben aber Ansprüche und müssen uns nicht kleiner machen als wir sind. Jean-Philippe Gbamin ist absoluter Stamm- und Führungsspieler. Das weiß er. Das schöne aus unserer Sicht ist, dass er nicht auf dem Markt ist."