Von der Weltmeisterschaft hatte sich Manuel Neuer mit Sicherheit mehr erwartet. Nachdem er fast die komplette Saison aufgrund einer komplizierten Knieverletzung aussetzten musste, war in Russland schon nach der Gruppenphase Schluss. In der kommenden Saison will der mehrmalige Welttorhüter vor allem im Verein wieder richtig durchstarten. Dass auch der neue Trainer des FC Bayern München ​Niko Kovac große Stücke auf seinen Schlussmann hält, unterstricht der Kroate nun indem er den Deutschen in seinem Amt als Kapitän des ​Rekordmeisters bestätigte.


Der 32-Jährige hatte vor einem Jahr die Binde von Philipp Lahm übernommen, konnte in dieser Funktion wegen seiner schweren Verletzung aber nur selten seinen Mitspielern als gutes Beispiel voran gehen. Dass sein Standing innerhalb der Mannschaft dadurch keineswegs beschädigt worden ist, erkennt auch der neue Cheftrainer der Bayern. So erklärte der 46-Jährige in einem Interview mit dem kicker, dass er nichts an der Hierarchie der Münchener verändern werde und Neuer der Spielführer bleibt. Darüberhinaus erklärte der gebürtige Berliner, dass Thomas Müller weiterhin als Neuers Stellvertreter parat stünde.

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Niko Kovac vertraut weiterhin auf Manuel Neuer als Kapitän


Dass bei einem so großen Verein wie dem FC Bayern auch der Rest der Spieler viel Verantwortung übernehmen muss, ist für Kovac indes selbstverständlich. "Eigentlich könnten wir pro Spieltag elf Kapitänsbinden verteilen. Jeder in der Mannschaft weiß, welchen Stellenwert er im Klub hat. Arjen Robben, Franck Ribery, Mats Hummels, ​Jerome Boateng sind auch alle Kapitäne, wenn auch ohne Binde", so der ehemalige Nationaltrainer von Kroatien.


Um in der heutigen Zeit im Fußball Erfolge feiern zu können, ist es nach Ansicht des ehrgeizigen Fußballlehrers unabdingbar, dass es in einer Mannschaft "Führungspersönlichkeiten" gibt, "die der verlängerte Arm des Trainers sind und die Kabine im Griff haben." Den Job als Trainer bezeichnete der neue starke Mann bei den Bayern als sehr komplex und erklärte, dass man sich "heutzutage nicht mehr um alles kümmern" könne.