Die erste Phase der Saisonvorbereitung beim BVB ist mit dem Ende der USA-Tour abgeschlossen. Bislang nimmt der Umbruch unter Lucien Favre bereits konkrete Züge an und im Signal Iduna Park gibt es durchaus Grund für Optimismus. Wir blicken auf die Veränderungen unter Lucien Favre.


Mit dem Wechsel von Lucien Favre zum BVB wurde für viele Fans der schwarzgelben Borussia ein Traum wahr. Bereits seit Jahren stand der Schweizer Trainer auf dem Einkaufszettel der Dortmunder und viele Anhänger hofften, dass er sich aus Nizza loseisen lassen könnte. Nun ist es endlich so weit und die bisherigen Testspiele zeigten bereits, dass Favre mit seiner taktischen Finesse und akribischen Arbeit einen Wandel herbeigeführt hat.


Einige Veränderungen sind bereits deutlich zu sehen und haben Hand und Fuß. Als Erstes ist Mario Götze zu nennen. Der 26-Jährige stagnierte in den letzten Jahren und war nur noch ein Schatten seiner selbst. Unter Favre fühlt sich Götze wieder sehr wohl und auch seine neue Rolle sagt ihm sehr zu.


Im System von Lucien Favre spielt Götze bislang eine zentrale Rolle. Der gelernte Flügelspieler kam bislang unter Favre in einer defensiven Mittelfeldposition zum Einsatz und dies mit großer Wirkung. Götze ließ sich immer wieder zwischen die eigenen Abwehrreihen zurückfallen, um das Spiel von hinten aufzubauen. Die defensive Umschulung von offensiven Spielern mit technisch starken Fähigkeiten ist leichter zu bewerkstelligen, als anders herum und im Falle von Götze scheint es auch zu klappen.

Manchester City v Borussia Dortmund - International Champions Cup 2018

Mario Götze fühlt sich in Favres System sehr wohl


Götze kann eine tolle Übersicht vorweisen und dies hilft ihm sowohl in seinen Offensivaktionen, als auch im Spielaufbau. Des Weiteren hat Götze an Schnelligkeit verloren und eine zentrale Rolle spielt ihm deshalb viel mehr in die Karten. Unter Favre könnte Götze ein großes Comeback feiern.


Die wohl wichtigste Veränderung unter Favre ist allerdings das Spielsystem. Der Schweizer ist bekannt für seine taktische Finesse und die Anpassungsfähigkeit seiner Teams. Favre baut dabei nicht unbedingt rein auf aggressives Pressing, Umschaltspiel oder Ballbesitz, vielmehr steht Favres System für Balance. 


Je nach Gegner passte sich die Mannschaft bislang an die Spielweise des Kontrahenten an. Je nachdem was benötigt wurde, Favres BVB hat es umsetzen können. Die Basis ist aber ein 4-2-3-1-System, das sich gegen den Ball auch anders formiert. Ein taktischer Plan gepaart mit Detailbesessenheit und strengstens einstudierten Spielzügen sind das Markenzeichen Favres und sollte die Mannschaft diese Anforderungen umsetzen, können wir tollen Fußball von den Schwarz-Gelben erwarten.