TOPSHOT - France's defender Benjamin Pavard celebrates their win during the trophy ceremony at the end of the Russia 2018 World Cup final football match between France and Croatia at the Luzhniki Stadium in Moscow on July 15, 2018. (Photo by FRANCK FIFE / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - NO MOBILE PUSH ALERTS/DOWNLOADS        (Photo credit should read FRANCK FIFE/AFP/Getty Images)

Viel Potenzial: Diese 8 Spieler sind zu gut für ihren derzeitigen Klub

In der Bundesliga tummeln zahlreiche Talente, die in den kommenden Jahren den Sprung zu einem Top-Verein schaffen wollen - doch manche Spieler hätten diesen bereits wagen können. Einige von ihnen entschieden sich für einen Verbleib bei ihrem derzeitigen Verein, andere warten geduldig auf eine gute Gelegenheit.


Nicht immer stehen die besten Spieler der Ersten oder Zweiten Bundesliga auch bei den besten Vereinen unter Vertrag. Diese acht Akteure sind eigentlich zu gut für ihre Klubs, haben sich jedoch (Stand jetzt) gegen einen Wechsel entschieden haben.

1. Jonas Hector (1. FC Köln)

Mit vielen renommierten Klubs wurde Jonas Hector nach dem Abstieg mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht, doch letzten Endes entschied sich der Linksverteidiger für einen Verbleib. Der 28-Jährige wechselte 2010 in die Domstadt, entwickelte sich dort zum Leistungsträger und sogar zum Nationalspieler, weshalb er nach der Europameisterschaft 2016 sowie dem Confederations Cup im vergangenen Jahr auch bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Russland teilnahm.


Mit der Vertragsverlängerung bis 2023 setzte Hector ein großes Zeichen und sprach dabei vor allem davon, dass er dem Effzeh viel zu verdanken habe. Ein Wechsel sei durchaus möglich gewesen, doch am Ende fiel die Entscheidung für seinen Herzensverein.

2. Max Kruse (SV Werder Bremen)

Bereits in der Jugend spielte Max Kruse für Werder Bremen, ehe der Angreifer zum FC St. Pauli wechselte. Beim SC Freiburg schaffte er den endgültigen Durchbruch in der Bundesliga und landete nach den Stationen Borussia Mönchengladbach und VfL Wolfsburg wieder in Bremen.


Dort ist er unter Florian Kohfelt der Dreh- und Angelpunkt der Offensive, in der er das Spiel der Mannschaft ankurbelt und gemeinsam mit seinen Mitspielern ordentliche Leistungen abliefert. Freiburgs Trainer Christian Streich hob die Bedeutung des 30-Jährigen für die Bremer bereits im Februar hervor: "Max Kruse ist der Unterschiedsspieler. Das Bremer Spiel hat mit oder ohne ihn nichts miteinander zu tun. Durch ihn werden die anderen Spieler besser", so der 53-Jährige.

3. Davy Klaassen (SV Werder Bremen)

Davy Klaassen ist Werder Bremens neuer Königstransfer. Der Niederländer wechselt für 15 Millionen Euro an die Weser, womit er Marko Marin als teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte ablöst.


Der 25-Jährige erlebte zuvor ein schwaches Jahr beim FC Everton, konnte seine Klasse bei Ajax Amsterdam allerdings tadellos unter Beweis stellen. In 180 Partien für den 33-fachen niederländischen Meister erzielte der Mittelfeldspieler 55 Tore und bereitete 38 weitere Treffer vor. In der Zentrale wird er den abgewanderten Thomas Delaney ersetzen, der sich Borussia Dortmund anschloss. 

4. Jann-Fiete Arp (Hamburger SV)

Jann-Fiete Arp ist das größte Sturmjuwel des Hamburger SV. Der 18-Jährige feierte in der abgelaufenen Saison sein Debüt in der Bundesliga und erlebte mit zwei Toren in den ersten drei Einsätzen einen guten Start. Unter Trainer Christian Titz, den er bereits aus der Zeit im Nachwuchsbereich kennt, soll er in der Zweiten Liga ebenfalls fest zur Mannschaft gehören und regelmäßig zum Einsatz kommen.


Wie lange er dem HSV erhalten bleiben wird, ist jedoch offen. Zwar verlängerte er erst kürzlich seinen Vertrag bis 2020, doch trotz der fehlenden Ausstiegsklausel gilt ein Wechsel zum FC Bayern München im kommenden Jahr als wahrscheinlich. Mit dem Rekordmeister wurde Arp schon lange in Verbindung gebracht, doch ein Wechsel zerschlug sich zunächst, da er dem Vernehmen nach für mindestens ein Jahr nach Hamburg verliehen werden wollte. 

5. Michael Gregoritsch (FC Augsburg)

In zwei Jahren beim Hamburger SV zeigte Michael Gregoritsch ordentliche Leistungen, doch beim FC Augsburg machte er es in der abgelaufenen Spielzeit noch besser. Der Österreicher wechselte für 5,5 Millionen Euro zu den Fuggerstädtern, setzte sich auf Anhieb in der Mannschaft durch und beendete die Saison mit 13 Toren und vier Assists in 33 Einsätzen.


Gemeinsam mit Alfred Finnbogason bildete er das torgefährliche Duo des FCA, weshalb seit einiger Zeit über einen Wechsel spekuliert wird. Allerdings scheint Gregoritsch nicht die Absicht zu haben, Augsburg nach nur einem Jahr wieder zu verlassen. Stattdessen sieht alles danach aus, als würde er auch in der kommenden Saison in Augsburg wieder fleißig auf Torejagd gehen.

6. Benjamin Pavard (VfB Stuttgart)

Benjamin Pavard hat seinen Wert innerhalb kürzester Zeit massiv gesteigert. Der französische Defensiv-Allrounder wechselte vor zwei Jahren von OSC Lille zum VfB Stuttgart und machte vor allem nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga auf sich aufmerksam.


Nachdem er im November erstmals bei der französischen Nationalmannschaft debütierte, war er bei der Weltmeisterschaft Stammspieler auf der rechten Abwehrseite und feierte am Ende mit seinen Mannschaftskollegen den Turniersieg. Der VfB will ihn für die kommende Saison unbedingt halten, doch auf lange Sicht sieht sich der 22-Jährige bei einem internationalen Top-Klub. Als Favorit auf eine Verpflichtung gilt der FC Bayern München, der sich offenbar die Dienste des jungen Defensivspielers ab 2019 sichern will. 

7. Holger Badstuber (VfB Stuttgart)

Holger Badstuber hingegen hat ein klares Bekenntnis abgegeben: Der 29-Jährige, dessen Vertrag in Stuttgart ausgelaufen war, verlängerte kurzerhand um drei Jahre bis 2021. Bereits in der Jugend spielte der Innenverteidiger für den VfB, ehe er zu Bayern München wechselte, wo er in der Saison 2009/10 gemeinsam mit Thomas Müller den Durchbruch schaffte. Nach vielen Verletzungen, die ihn seit Dezember 2012 zurückwarfen, verpflichteten die Schwaben Badstuber zunächst für ein Jahr.


Dieser wollte in der kommenden Saison eigentlich wieder international spielen, doch stattdessen entschied er sich dafür, in den kommenden Jahren bei der Entwicklung der Mannschaft zu helfen. Aufgrund seiner Erfahrung und seiner Klasse ist Badstuber ideal für die jungen Mannschaftskollegen, die mit Sicherheit viel von ihm lernen können.

8. Caglar Söyüncü (SC Freiburg)

Ähnlich wie Benjamin Pavard ist auch Caglar Söyüncü ein großes Abwehr-Talent. Der 22-Jährige absolvierte bereits 16 Länderspiele für die Türkei und war in der abgelaufenen Spielzeit einer der Schlüsselspieler des SC Freiburg. 


Die Breisgauer hoffen weiterhin auf einen Verbleib ihres Innenverteidigers, doch dieser würde in diesem Jahr am liebsten wechseln. Arsenal London ist dabei das bevorzugte Ziel, wie er unlängst erklärte. Derzeit muss er allerdings passen: Mitten in der Vorbereitung erlitt Söyüncü einen Muskelfaserriss und wird damit einige Wochen ausfallen.