​Nach einer auch für ihn persönlich enttäuschenden Weltmeisterschaft in Russland, deutete zuletzt einiges darauf hin, dass Jerome Boateng auch beim FC Bayern München nicht mehr glücklich ist und daher gerne den Verein wechseln möchte. Laut übereinstimmenden Medienberichten galt dabei Paris Saint-Germain als ein potenzieller Abnehmer. Neuesten Berichten zufolge sollen die Franzosen jedoch aufgrund der zu hohen Gehaltsforderungen des Innenverteidigers nicht mehr wirklich interessiert sein. 


So will die Le Parisien in Erfahrung gebracht haben, dass der französische Serienmeister eher an einer Verpflichtung von Jan Vertonghen interessiert sei. Neben dem Verteidiger der ​Tottenham Hotspur soll auch der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger, der derzeit beim FC Chelsea unter Vertrag steht, in der Gunst der Paris höher stehen als Boateng. 


Einem Bericht der L'Equipe zufolge soll der französische Hauptstadtklub ohnehin eher an der Verpflichtung eines Mittelfeldspielers interessiert sein. Auch eine Verstärkung auf der Position des linken Außenverteidigers soll eine höhere Priorität haben. Dies erscheint insofern schlüssig, da die Pariser in der Innenverteidigung mit den Brasilianern Thiago Silva und Marquinhos, sowie dem vielversprechenden Talent Presnel Kimpembe bereits gut aufgestellt sind.

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Boateng soll nicht seine oberste Priorität sein: PSG-Trainer Thomas Tuchel

Der ausschlaggebende Punkt der jedoch gegen Boateng spricht, ist ohnehin die monetäre Situation. So soll der deutsche Nationalspieler ein monatliches Gehalt von einer Millionen Euro fordern und auch der FC Bayern München würde wohl erst ab einer Ablösesumme von 50 Millionen Euro schwach werden. Aufgrund der Statuten des Financial-Fair-Play müssen die Pariser aber aktuell zunächst einmal millionenschwere Transfererlöse erzielen und nicht noch mehr Ausgaben anhäufen. 


Könnten die Franzosen das Geld doch locker machen, würden die Bayern sich wohl gesprächsbereit zeigen. So erklärte Sportchef Hasan Salihamidzic unlängst zwar, dass er keine Wasserstandsmeldungen abgeben möchte, ein klare Absage erteilte er jedoch nicht. "Wenn wir etwas durchziehen, werden wir das bekanntgeben. Ich arbeite im Hintergrund", so der 41-Jährige.