PHILADELPHIA, PA - JULY 25:  Head coach Niko Kovac of Bayern Munich looks on in the second half against Juventus during the International Champions Cup 2018 at Lincoln Financial Field on July 25, 2018 in Philadelphia, Pennsylvania.  (Photo by Mitchell Leff/International Champions Cup/Getty Images)

Bayern München: Diese Dinge hat Kovac schon geändert

Niko Kovac liebt seinen neuen Job als Trainer des FC Bayern München. Entsprechend zielstrebig und selbstbewusst geht der Kroate seine Aufgaben beim deutschen Rekordmeister an. „Ich habe meine Idee. Ich habe meine Vorstellungen“, erklärt Kovac. Und diese will er akribisch in die Tat umsetzen.


Diese Dinge hat Kovac schon bei Bayern geändert:  

1. Trainingsumfang

Beim deutschen Rekordmeister jagt dieser Tage eine schweißtreibende Einheit die andere. Cheftrainer Niko Kovac lässt seine Jungs fast täglich zwei Mal zwei Stunden trainieren. „Wir müssen eine ganze Saison überstehen“, weiß der 46-Jährige und meint: „Vorbereitung ist Vorbereitung. Das gehört dazu, da muss man durch.“ Der Kroate verlangt den Münchenern im Training konditionell viel mehr ab, als seine Vorgänger Carlo Ancelotti und Pep Guardiola. „Wenn wir alle topfit sind, sind wir schwer zu schlagen“, gibt Arjen Robben derweil zu Verstehen.  

2. Systemflexibilität

„Wir wollen flexibel sein“, sagt Niko Kovac, der auf der USA-Reise enorm viel ausprobiert. „Der Fußball ist sehr variabel geworden, darauf müssen wir reagieren können. Da kann sich eine Vierer- mal schnell zu einer Dreierkette ändern.“ Oder aber eine alleinige Spitze in einen Doppelsturm verwandeln? Im letzten Test gegen Juventus Turin (0:2) setzte der Kroate vermehrt auf Ballbesitz (69 Prozent), auch das Passspiel (695:306 Pässe) sollte gegen die Italiener nicht zu kurz kommen.  

3. Dynamischer Austausch

In München wird wieder mehr Klartext geredet! Damit sind nicht nur Kovacs Anweisungen während des Spiels, sondern auch im Training gemeint. „Er macht das gut, redet auch viel mit uns Spielern, erklärt viel“, ließ Franck Ribery durchsickern. Darüber hinaus werden Fehler, wie die von Josip Stanic und Sven Ulreich beim Test gegen Juve, auch öffentlich angesprochen. Kovac: „Das 0:1 ist ein Geschenk.“

4. Ausprägung des Jugendstils

Der neue FC Bayern sowie sein Trainer setzen auf den Nachwuchs. In München sehnt man sich danach, endlich wieder eigene Talente wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger oder Thomas Müller zu formen. Mit Joshua Kimmich, der mit 20 Jahren aus Leipzig kam, und Kingsley Coman, als 19-Jähriger zum deutschen Rekordmeister gewechselt, ist man aktuell auf einem guten Weg, doch soll dies noch lange nicht das Ende der Fahnenstange gewesen sein! Einer der aktuell und nach einer miserablen Saison bei Swansea City komplett aufblüht, ist Renato Sanches. Kovac richtete den 20-Jährigen wieder auf – und erfreut sich aktuell an einer starken Frühform des Portugiesen. „Er gibt seit drei Wochen richtig Gas. Deswegen freue ich mich, dass er ordentlich gespielt hat", sagte der Kroate nach der Partie gegen Paris St. Germain. "Man muss den Spielern, die woanders herkommen, einfach mehr Zeit geben. Ich kannte ihn und weiß, was er kann. Er hat das Fußballspielen ja nicht verlernt. Fußball ist wie das Leben auch: Man braucht Anerkennung und Selbstvertrauen. Das bekommt man nur, wenn man Unterstützung hat.“