Nach seiner harten Kritik an Domenico Tedesco ist Ewald Lienen zurückgerudert. Der Technische Direktor des FC St. Pauli entschuldigt sich in einer öffentlichen Stellungnahme beim Trainer des FC Schalke. Er sei weit über das Ziel hinaus geschossen, erklärte Lienen.


Dem verbalen Tiefschlag folgt die schnelle Reue. Ewald Lienen hatte in einem Interview am Donnerstagabend nicht nur gegen den deutschen Fußball losgeledert, sondern war auch ​mit Schalke-Coach Domenico Tedesco hart ins Gericht gegangen.


"Ich mag den Domenico ja. Aber nach einem halben Jahr in der Zweiten Liga ist der Bundesliga-Trainer. Dann macht er es wie Mourinho und stellt 18 Mann vor den Strafraum. Das ist der Tod des Fußballs", moserte der erfahrene Trainer und heutige Sportchef des FC St. Pauli gegenüber Sky.


Der Zweitligist teilte am Morgen darauf eine Stellungnahme des 64-Jährigen mit. Darin entschuldigt sich Lienen bei Tedesco. "Ich bin da weit über das Ziel hinausgeschossen und habe Domenico bereits meine Entschuldigung geschrieben, nachdem ich ihn telefonisch am Donnerstagabend nicht erreichen konnte", erklärt der Technische Direktor des Zweitligisten. 

"Ich schätze Domenico und entschuldige mich für die Aussage in aller Form. Er hat sowohl auf Schalke als auch in Aue - und da haben wir es am eigenen Leib erfahren - im Profibereich herausragende Arbeit geleistet", lobt Lienen den 32-Jährigen, der mit den Knappen in seiner ersten Bundesligasaison auf Anhieb Vizemeister wurde.