​Der SV Werder Bremen hat auf dem Transfermarkt zugeschlagen - und wie! Vom FC Everton wechselt der niederländische Nationalspieler Davy Klaassen an die Weser, wo er einen Vertrag bis 2022 unterschreibt. Laut übereinstimmenden Medienberichten kostet Klaassen 15 Millionen Euro, womit er der teuerste Transfer der Bremer Vereinsgeschichte ist.


Nach dem Verkauf von Thomas Delaney zum BVB war die Vereinskasse des SVW prall gefüllt, so dass Sportdirektor Frank Baumann endlich einen gestandenen Mann von internationaler Klasse verpflichten konnte. Für die niederländische Nationalmannschaft kam der 25-Jährige bereits 16-mal zum Einsatz, zudem zählte Klaassen bei seinem Jugendklub Ajax Amsterdam zu den absoluten Leistungsträgern, ehe es ihn im vergangenen Sommer für 27 Millionen Euro zum FC Everton zog.


Bei den Toffees kam der zentrale Mittelfeldspieler zwar nur selten zum Einsatz, an seinen Fähigkeiten bestehen allerdings keine Zweifel. Mit dem SV Werder will Klaassen nun wieder zu seiner Topform finden.


Frank Baumann erklärte nach der Unterschrift: "Wir freuen uns, dass wir mit ihm genau den Spieler gefunden haben, den wir gesucht haben. Davy bringt unheimlich viel Qualität und Talent sowie in relativ jungem Alter eine Menge Erfahrung mit. Er ist ein Spieler, der unser Team vom ersten Tag an weiterhelfen wird." 


Auch Cheftrainer Florian Kohfeldt sagte: "Mit ihm haben wir unseren absoluten Wunschspieler an die Weser geholt. Wir beobachten ihn schon sehr lange und sind froh, dass sich diese Möglichkeit aufgetan hat. Davy kann mit seinem strategischen Gespür einen Spielrhythmus bestimmen, besticht mit seiner Kreativität und ist dabei laufstark und aggressiv. Er wird ein absoluter Fixpunkt in unserem Spiel sein." 


Auch Klaassen selbst äußerte sich nach dem feststehenden Wechsel: "Es hat schon eine Rolle gespielt, dass Werder sich so intensiv bemüht hat. Mir war es wichtig, genau zu wissen, wo die Reise auch auf dem Spielfeld hingeht. Die Ambitionen des Klubs haben mich überzeugt. Nach meinem Austausch mit Florian Kohfeldt habe ich ein sehr gutes Gefühl, dass ich hier mit meinen Fähigkeiten einen wichtigen Beitrag leisten kann. Der Trainer möchte einen attraktiven, offensiven Fußball spielen lassen. Darauf freue ich mich sehr." 


Mit Niklas Moisander trifft Klaassen am Osterdeich im Übrigen auf einen ehemaligen Weggefährten aus seiner Zeit bei Ajax - die Integration sollte für den Niederländer daher umso leichter fallen.