Drei Jahre lang spielte Nachwuchstorhüter Leo Weinkauf für die zweite Mannschaft des FC Bayern München, doch der 22-Jährige wagte in diesem Sommer den Schritt zu Hannover 96. Bei den Niedersachsen will er "so weitermachen wie bisher", doch mittelfristig will er auch in der Bundesliga eingesetzt werden und den Durchbruch schaffen.


Hinter Philipp Tschauner und Michael Esser ist Leo Weinkauf nur die Nummer drei, doch der gebürtige Oldenburger bringt viel Potenzial mit, weshalb die '96er' zuschlugen und ihn vor der Saison ablösefrei unter Vertrag nahmen. Zuvor spielte er in der Regionalliga Bayern, in der er in der abgelaufenen Saison 16 Mal zum Einsatz kam.

Bayern Muenchen v SV Darmstadt 98 - Bundesliga

  Insgesamt schaffte es Leo Weinkauf in München vier Mal in den Profikader - Bei 96 gehört er fest zur ersten Mannschaft


In Hannover erhielt der 1,96 Meter große Schlussmann einen Vertrag bis 2021, weshalb er behutsam an die neue Herausforderung herangehen will: "Ich gehe geduldig an die Sache heran. Ich arbeite stets an mir, weil ich noch Potential habe, das ich ausschöpfen kann. Ich bin ja noch jung mit 22 Jahren", sagte er im Gespräch auf der vereinseigenen Website.


Hannover ist seine erste Profi-Station, der bisherige Eindruck fällt positiv aus: "Mit Kevin Wimmer bin ich im Trainingslager auf dem Zimmer gewesen, mit Matthias Ostrzolek war ich essen und zu Iver Fossums Geburtstag haben mich Miiko Albornoz und Uffe Bech mitgenommen. Das WM-Finale habe ich dann mit einigen Spielern bei Olli Sorg geschaut." Weinkauf spricht von einer "coolen Truppe", bei der er einfach nur "weitermachen" will.


Rückblick in die Vergangenheit - Fokus auf die Zukunft


In München sei es hauptsächlich darum gegangen, "so viel aufzusaugen, wie es geht", doch nun wolle er an seiner Entwicklung arbeiten. "Es geht auch darum, meinen eigenen Weg zu finden. Ich möchte einfach bereit sein, wenn der Tag x kommt." 

Hannover 96 - Team Presentation

  Will auf seine Chance in Hannover warten: Leo Weinkauf


Denkbar sei ein Beginn in der Regionalliga, ähnlich wie in München. "Es war ein Riesenschritt für mich", sagte der 22-Jährige über die Zeit beim Rekordmeister. "Die Anfangszeit war etwas schwierig - große Stadt, viele neue Leute, aber dann habe ich mich gut zurechtgefunden. Die Abläufe mitzubekommen war schon Wahnsinn, München hat mir sehr gut gefallen", so sein Fazit. 


Nun richtet er den Blick jedoch klar nach vorne: "Ich bin froh, dass ich mich in jedem Training zeigen kann. Ich will erstmal sehen, dass ich hier einen guten Job mache und gut reinkomme", lautet seine Zielsetzung für die erste Zeit bei den Niedersachsen. Auf lange Sicht sieht das allerdings anders aus: "Ziel ist es weiterhin, in der ersten Bundesliga zu spielen. Ich habe hier ja einen Profivertrag unterschrieben."


Nun soll also der nächste Schritt folgen, wobei er sich voll und ganz auf seine Entwicklung konzentrieren will. Seine Stärken liegen seiner Meinung nach "im fußballerischen und in der Spieleröffnung", doch er wolle an seiner Physis arbeiten und sein Spiel im Strafraum verbessern. Wenn alles gut verläuft, könnte er in Zukunft seine ersten Einsätze bei den Profis absolvieren, um dann seinem großen Ziel, in der Bundesliga Fuß zu fassen, näher zu kommen.