Flügelstürmer sind auf dem Sommer-Transfermarkt in diesem Jahr äußerst gefragt. Der FC Barcelona könnte mit der Verpflichtung von Malcom ein Karussell in Gang gebracht haben, in das auch Bayer Leverkusen involviert werden könnte. Um Leon Bailey ranken sich schon seit geraumer Zeit Spekulationen. Nun könnte er in den Fokus der Roma geraten.


​Die heiße Phase auf dem internationalen Transfermarkt scheint begonnen zu haben. Derzeit besonders im Fokus: Spieler für den offensiven Flügel. Mit der Transfer-Posse um den Brasilianer Malcom hat die Jagd auf die Außenstürmer begonnen. Der ​FC Barcelona schnappte ​AS Rom den 21-Jährigen vor der Nase weg und ​verpflichtete Malcom für rund 41 Millionen Euro von Girondins Bordeaux.

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Mit seinem Barça-Wechsel könnte Malcom das Transfer-Karussell mächtig in Schwung bringen


Ein Transfer mit weitreichenden Folgen: Zunächst bedeutet es wohl, dass Barça sein Werben um ​Chelseas Willian aufgibt. Trotz ​dreier kolportierter Angebote waren die Blues nicht bereit den 29-Jährigen abzugeben. Heißt auch, dass Chelsea keinen Nachfolger für den Brasilianer verpflichten muss. Leverkusens Leon Bailey wurde an der Stamford Bridge als Kandidat gehandelt.


Bailey ein Kandidat für die Roma - Berater äußert sich kryptisch


Der Jamaikaner könnte nun aber auf dem Radar der Roma landen. Die stehen plötzlich ohne den sicher geglaubten neuen Flügelstürmer da und könnten deshalb versucht sein, ihre Millionen in Bailey zu investieren. Bis zu 40 Millionen Euro hätte die Giallorossi für Malcom auf den Tisch gelegt - ein ähnlicher Betrag müsste wohl auch für Bailey fallen. Der 20-Jährige steht bei Bayer noch bis 2022 unter Vertrag.

"Es gibt überhaupt keinen Gedanken, ihn abzugeben", versicherte Sportdirektor Jonas Boldt dem kicker. "Unabhängig davon gibt es kein Angebot für Leon", fügte er an. "Roma war vor einigen Jahren an Leon interessiert, seitdem haben wir nichts mehr von ihnen gehört", bestätigte Baileys Berater und Stiefvater Craig Butler gegenüber der britischen Zeitung Evening Standard zwar, dass es aktuell keinen Kontakt gebe. Ausschließen wollte er es für die nahe Zukunft aber nicht.


"Mit einem großen Klub wie der Roma in Verbindung gebracht zu werden ist eine große Ehre, wenn es wahr wäre. Ich weiß nicht, ob sie mit einem Vermittler sprechen, aber sie müssen mit mir reden", gab Butler zu Protokoll. "Es wäre nicht clever, sich die Roma nicht anzuhören", ließ er Raum für Spekulationen. "Aber wir respektieren die Vereinbarung mit Bayer Leverkusen, einem Klub, der meinen Respekt hat."


Butlers Standard-Floskel am Ende dürfte nicht unbedingt zur Beruhigung beitragen. Wenn man die Transfer-Gebaren des Bailey-Stiefvaters in den letzten Jahren beobachtet hat, kann man davon ausgehen, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Aktuell scheint Bayer zwar alle Karten in der Hand zu haben. Wie man auf eine schwindelerregende Offerte reagiert, bleibt aber abzuwarten.