​Entgegen anders lautender Berichte aus Deutschland soll in in dem Leihvertrag von André Schürrle eine Kaufoption enthalten sein. Laut der englischen Times soll es sich um eine zweijährige Leihe zum FC Fulham mit einer Kaufoption für die Londoner handeln. Deutsche Medien hatten übereinstimmend berichtet, dass keinerlei Option in dem Vertrag enthalten sei.


Nach Informationen der ​Times soll es aber eine Kaufoption des FC Fulham geben, Schürrle im Laufe des Leihvertrages fest verpflichten zu können. Über die Höhe dieser Option gibt es noch keine Angaben. Eine Kaufverpflichtung, die bei einer bestimmten Zahl an Einsätzen oder Torbeteiligungen von Schürrle greifen würde, soll es allerdings nicht geben. Das heißt, dass die Londoner die Entscheidung über eine feste Verpflichtung des 27-Jährigen in der eigenen Hand haben. 


Zuvor hatten deutsche Medien berichtet, dass es sich um eine einjährige Leihe ohne Kaufoption handeln würde, nachdem ​Borussia Dortmund zuvor versuchte habe, Schürrle für rund 20 Millionen Euro zu verkaufen, sich aber kein Abnehmer gefunden hatte. Der ​AC Mailand soll stark an dem Flügelstürmer interessiert gewesen sein, Schürrle habe einen Wechsel dorthin aber abgelehnt, weil der 27-Jährige nach London zurückkehren wollte, wo er bereits von 2013 bis 2015 für den FC Chelsea spielte. Deshalb habe es nur Verhandlungen mit den beiden Londoner Klubs Fulham und Cystal Palace gegeben, die jeweils nur einer Leihe zustimmten.

Schürrle wechselte erst vor zwei Jahren für 30 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zu Borussia Dortmund und kam seitdem auf insgesamt 51 Einsätze für den BVB. Dabei gelangen dem Flügelstürmer jedoch nur acht Tore und neun Vorlagen. Seine persönlich erfolgreichste Zeit hatte Schürrle von 2011 bis 2013 bei ​Bayer Leverkusen, wo er es auf 39 direkte Torbeteiligungen in zwei Spielzeiten brachte. Obwohl er in der deutschen Nationalmannschaft nie Stammspieler war und meist als Joker eingesetzt wurde, schaffte Schürrle auch dort starke 22 Tore in 57 Einsätzen. Allerdings befindet sich seine Leistung und Karriere seit dem Wechsel zum FC Chelsea und spätestens dem Transfer nach Wolfsburg 2015 in einer Abwärtsspirale. 


Nachdem sich der 27-Jährige zuletzt bei größeren Klubs nicht mehr durchsetzen konnte, bekommt Schürrle nun beim Premier-League-Aufsteiger Fulham seine wohl letzte Chance. Für den BVB wirft das Leihgeschäft derweil Fragen auf: Sollte Schürrle sich bei Fulham fangen und in der Premier League starke Leistungen zeigen, hätte man die Ablösesumme durch die Kaufoption nicht mehr in der eigenen Hand. 


Und sollte Schürrle seine zweijährige Leihe bei den Londonern verbringen und dann nach Dortmund zurückkehren, bekäme man einen 29-jährigen Flügelstürmer mit nur mehr einem Jahr Restvertrag beim BVB zurück, sodass eine ordentliche Ablöse schwierig werden würde. Aus finanzieller Sicht ist diese Leihe deshalb durchaus fragwürdig. Nun gilt es aber erst einmal, die Leistungen von Schürrle beim FC Fulham abzuwarten.