​Auf der Pressekonferenz vor dem Testspiel des FC Bayern gegen Juventus Turin in der kommenden Nacht hat Javi Martinez über seine Ansprüche für die neue Saison gesprochen: Er wolle so viel spielen wie möglich, egal auf welcher Position. Martinez könnte unter Neu-Trainer Niko Kovac als Sechser oder als Innenverteidiger zum Einsatz kommen.


Der 29-jährige Spanier äußerte auf der Pressekonferenz des ​FC Bayern München, dass es für ihn egal sei, ob er wie unter seinem Mentor Jupp Heynckes als Sechser aufläuft, oder in einer möglichen Dreierkette von Niko Kovac als zentraler Verteidiger zum Einsatz kommt: "Ich möchte immer spielen, egal auf welcher Position", betonte Martinez selbstbewusst. 


Auch Bayern-Trainer Kovac will sich noch nicht entscheiden, vor allem da die Dreierkette momentan erst langsam beim Meister einstudiert wird, und tiefgreifende taktische Veränderungen erst nach der Wiederaufnahme der Nationalspieler ins Training, und damit nach der USA-Tour, zu erwarten sind. Zu einer möglichen Position von Martinez erklärte der Trainer deshalb: "Ich bin sehr froh, Javi im Team zu haben. Es ist gut, so einen flexiblen Spieler zu haben. Ich möchte mich auch noch nicht festlegen, wo er dann spielen wird."


Unter seinem Mentor Heynckes, der Martinez 2012 für 40 Millionen Euro von Athletic Bilbao holte, spielte der Spanier als defensiver Mittelfeldspieler, meist als defensiverer Part einer Doppelsechs, während Martinez unter anderen Trainern sowohl beim FC Bayern als auch in der spanischen Nationalmannschaft ebenfalls als Innenverteidiger eingesetzt wurde. Allerdings stellte sich seine fehlende Grundschnelligkeit immer wieder als Problem für eine Position in der letzten Abwehrlinie heraus. 


So war der heute 29-Jährige mit seiner Zweikampfstärke und Antizipation meist besser auf der Sechs aufgehoben. Insgesamt machte Martinez in bisher sechs Jahren bei den Bayern 181 Spiele für den Rekordmeister und wurde unter anderem Champions-League-Sieger 2013. Sollte Kovac nun mittelfristig auf eine Dreierkette umstellen wollen und Jerome Boateng den FC Bayern noch verlassen, würde eine Rolle als zentraler Verteidiger für Martinez immer wahrscheinlicher.