​​Borussia Dortmund ist weiterhin auf der Suche nach einem neuen Mittelstürmer. In den vergangenen Wochen wurden unter anderem Michy Batshuayi und Alvaro Morata als potenzielle Neuzugänge gehandelt. Dem Vernehmen nach hat der BVB jedoch ​aus finanziellen Gründen Abstand von den beiden Angreifern genommen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erklärte nun in einem Interview, unter welchen Bedingungen der BVB 100 Millionen Euro für einen Spieler ausgeben würde.


Im Sommer 2016 verpflichtete Dortmund André Schürrle für 30 Millionen Euro Ablöse vom ​VfL Wolfsburg. Der Weltmeister ist seither der teuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte. Angesichts der rasant steigenden Ablösesummen wird dies wohl nicht mehr lange der Fall sein. "Die Ablöse alleine hat inzwischen keine Aussagekraft mehr", sagte Watzke im Interview mit der Sport Bild. "Bei Transfers in diesen Dimensionen geht es um das ganze Paket." Heutzutage müsse man Spieler nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich bewerten. 

"Investiere ich jetzt 100 Millionen in einen Spieler, der älter als 30 Jahre ist, sind die 100 Millionen weg. Einen solchen Spieler kann ich später nicht mehr weiterverkaufen", führte der BVB-Geschäftsführer aus. "Wenn ich – und das ist nur ein fiktives Beispiel – Kylian Mbappe für 100 Millionen hätte verpflichten können, hätte ich es hingegen sofort getan." Beim französischen Shootingstar wäre die Chance ziemlich groß, "ihn irgendwann gewinnbringend zu verkaufen". 

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Robert Lewandowski ging vier Jahre lang (2010 - 2014) für den BVB auf Torejagd



Watzke erklärte, dass der BVB einen 100-Millionen-Transfer stemmen könnte. In diesem Fall müssten die Verantwortlichen jedoch "1000-prozentig" von dem Spieler überzeugt sein. "Aber ich bin ehrlich: Es ist mir viel lieber, solche Spieler selbst zu formen. Der BVB war immer am stärksten, wenn er seine Stars entwickelt hat", gab der 59-Jährige zu Protokoll. 


Der BVB-Boss ließ zudem verlauten, dass Robert Lewandowski sein absoluter Wunschspieler sei. "Für Lewandowski wäre ich bereit, 100 Millionen zu zahlen", betonte Watzke. "Da eine Rückkehr von Robert aber völlig unrealistisch ist, brauchen wir uns in dieser Hinsicht gar keine weiteren Gedanken zu machen."