Hannover-96-Präsident Martin Kind und Manager Horst Heldt haben dem aktuellen Erfolgstrainer André Breitenreiter ein Angebot für einen neuen Vertrag vorgelegt. Dabei soll es aber vor allem noch Differenzen um die Laufzeit und eine mögliche Ausstiegsklausel für den Trainer geben. Dennoch sind beide Seiten grundsätzlich zu einer zeitnahen Einigung gewillt.


Trainer Breitenreiter kann bisher auf eine erfolgreiche Zeit in Hannover zurückblicken: Die 96er übernahm er als Zweitligist, führte den Klub trotz großen öffentlichen Anspruchs souverän zurück in die Bundesliga und schaffte in der letzten Saison, begleitet von ständigen Unruhen im Verein rund um die geplante Übernahme des Klubs durch Martin Kind, den sicheren Klassenerhalt. Allerdings läuft Breitenreiters Vertrag in Hannover jetzt nur mehr bis zum Ende der kommenden Saison.

Laut ​Sportbuzzer wartet der Trainer deshalb schon seit Monaten auf ein angekündigtes neues Vertragsangebot. "Ich fordere nichts, aber wenn der Club verlängern will, wird’s langsam Zeit", so Breitenreiter. 96-Präsident Martin Kind hat nun geäußert, dass der Trainer seinen neuen Vertrag bekommen werde: "Breitenreiter ist ein Profi auf allen Ebenen. Er leistet sehr gute Arbeit, wir wollen ihn gern behalten. Wir haben den Vertragsentwurf in der vergangenen Woche ausgearbeitet“, erklärte Kind die Positionen und letzten Schritte. 


Der Boss von Hannover 96 habe sich zuletzt mit Manager Horst Heldt zusammengesetzt und letzte Details des Vertragsangebots besprochen. "Den Vertragsentwurf senden wir jetzt dem Berater zu, noch in dieser Woche sollte er ankommen." Dabei gehe Kind nicht davon aus, dass Breitenreiter und sein Berater gleich das erste Angebot annehmen würden. Vielmehr solle das Angebot laut Kind "als Gesprächsgrundlage" für weitere Verhandlungen dienen.

Erste Eckpunkte dieses Vertragsentwurfs liegen bereits vor: So soll Breitenreiters Gehalt auf rund 1,6 Millionen Euro pro Jahr angehoben werden. Mehr Potenzial für Differenzen dürfte bei der Laufzeit liegen, bei der ​Hannover 96 auf zwei bis maximal drei Jahren beharren dürfte. "Wir müssen halbwegs handlungsfähig bleiben. Es geht nicht, dass wir wieder zwei oder gar drei Trainer gleichzeitig zahlen müssen“, erläutert 96-Boss Kind. Deshalb sei auch eine Abfindungsvereinbarung ein wichtiger Teil des Trainer-Vertrages. 


Möglich ist auch, dass Breitenreiter - wie zuletzt Niko Kovac in Frankfurt - eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag fordert, wie sie bei Spielern nicht unüblich ist. Zu den Bedingungen von Breitenreiter soll aber vor allem gehören, dass Hannover 96 nach den Abgängen der letztjährigen Leistungsträger Salif Sané, Martin Harnik und Felix Klaus noch in den Kader investiert. Nachdem Breitenreiter mit Bobby Wood bereits einen Wunschspieler für den Sturm bekommen hat, könnte noch ein Flügelspieler und ein Innenverteidiger auf der Liste stehen.