Er trägt zwar erst seit sechs Monaten das Trikot des SC Freiburg, doch hatte sich Patrick Kammerbauer die Zeit bei seinem neuen Klub bislang ganz anders vorgestellt. Der 21-Jährige, der im Winter aus Nürnberg kam, wartet – abgesehen von seinen fünf Regionalliga-Einsätzen für Freiburgs Reserve – noch immer auf sein erstes Pflichtspiel für den Sportclub. Im kicker-Interview sprach Kammerbauer über seine komplizierte Situation bei den Breisgauern.


„Das war relativ schwierig für mich“, gibt Patrick Kammerbauer zu. Für den Defensiv-Allrounder, der in der Hinrunde der Vorsaison noch elf Mal für den 1. FC Nürnberg auf dem Rasen stand, war nach seinem Winter-Wechsel zum SC Freiburg Abstiegskampf statt Aufstiegsträumerei angesagt. „Das war keine leichte Zeit“, resümiert er. „Wenn man das dann aus der Distanz anschauen muss, hat man sich auf der einen Seite gefreut, aber andererseits wäre man gerne dabei gewesen. Hier hatten wir im Abstiegskampf ja zusätzlich eine andere Stimmungslage und Anspannung.“

Sport-Club Freiburg v FC Augsburg - Bundesliga

Findet Kammerbauer für die neue Saison mehr Beachtung bei Christian Streich?


Kammerbauer, zuvor zehneinhalb Jahre für die „Clubberer“ aktiv, ist in Freiburg mittlerweile „voll integriert“. Was ihm bei seinem neuen Verein allerdings weiterhin fehlt, sind die Einsätze. „Das letzte halbe Jahr war nicht einfach für den Kopf, wenn man auf einmal statt in der 2. Liga wieder in der 4. Liga aufläuft“, erklärt der 21-Jährige, der noch immer auf sein erstes Bundesligaspiel wartet.


"Hoffe, dass alles offen ist"


Im Freiburger Training wird Kammerbauer zumeist auf der Rechtsverteidiger-Position eingesetzt, sich selbst sieht der ehemalige U20-Nationalspieler jedoch am besten im zentralen Mittelfeld aufgehoben. Dort ist die Konkurrenz mit Nicolas Höfler, Mike Frantz, Jannik Haberer und Jerome Gondorf zwar enorm, doch glaubt der gebürtige Raitenbucher hier an eine faire Chance: „Ich hoffe, dass alles offen ist. Ich werde mein Bestes geben und hoffe, dass es für möglichst viel Einsatzzeiten reicht.“