KLAGENFURT, AUSTRIA - JULY 21: head coach Niko Kovac of FC Bayern Muenchen and Renato Sanches of FC Bayern Muenchen during the AUDI Football Summit match between Bayern Muenchen and Paris St. Germain at Woerthersee Stadion on July 21, 2018 in Klagenfurt, Austria. (Photo by Josef Bollwein - Sepa Media/Bongarts/Getty Images)

Testspielsieg über Paris: Diese 5 Akteure konnten Pluspunkte bei Kovac sammeln

Am Samstagnachmittag stieg für den FC Bayern München im Rahmen des International Champions Cups das erste Testspiel der Vorbereitung. Gegen eine blutjunge Mannschaft von Paris St. Germain taten sich die Münchner im ersten Durchgang schwer, legten nach dem Seitenwechsel jedoch den Schalter um und siegten verdient mit 3:1.


Auch wenn vor allem defensiv noch nicht alles rund lief, zeigte die Mannschaft in der Offensive eine gute Leistung, spielte in Durchgang zwei schnell und zielstrebig nach vorne. Einige Akteure konnten Pluspunkte für den weiteren Verlauf sammeln, weshalb im Folgenden fünf Spieler präsentiert werden, die gestern durch ihre guten Leistungen aufgefallen sind.

1. Renato Sanches

Renato Sanches war in der Vergangenheit eines der Sorgenkinder des FC Bayern, weshalb Niko Kovac die Aufgabe zuteil wurde, den 20-Jährigen zu alter Stärke zu führen. Dass der neue Trainer mit Härtefällen umgehen kann, bewies er im Fall Kevin-Prince Boateng, den er im vergangenen Jahr zum absoluten Leader der Frankfurter Eintracht machte.


Bereits im Training bot Sanches zuletzt eine ansprechende Leistung, die er im Test in Klagenfurt bestätigte. Im zentralen Mittelfeld scheute er sich nicht, die Wege mit nach vorne zu gehen und das Spiel aufzuziehen, blieb in Absprache mit seinem Nebenmann jedoch auch einige Male ein paar Meter weiter hinten, um das Spiel zu koordinieren.


Insgesamt bot der einstige 35-Millionen-Euro-Neuzugang eine ansprechende Leistung, für die er sich selbst belohnte: In der 68. Minute verwandelte er einen Freistoß direkt und durfte kurz darauf vom Platz. Sanches genießt das Vertrauen von Kovac, weshalb alle Beteiligten darauf hoffen, dass er es auch in Zukunft in solche Leistungen ummünzen kann.

2. Oliver Batista Meier

Vor wenigen Tagen gab der 17 Jahre junge Oliver Batista Meier sein Debüt in der Regionalliga Süd, als er für die zweite Mannschaft des FC Bayern in der Partie gegen die zweite Auswahl des FC Ingolstadt eingewechselt wurde - nun absolvierte er 45 Minuten gegen Paris St. Germain. 


Im offensiven Mittelfeld zeigte sich der Deutsch-Brasilianer flexibel, unterstützte Arjen Robben oder Franck Ribery auf der Außenbahn und präsentierte sich durchaus engagiert. Batista Meier hatte die einzig gefährliche Gelegenheit im ersten Durchgang, scheiterte jedoch an Gianluigi Buffon. Nach der Pause blieb er zwar in der Kabine, doch sein schneller Antritt, seine Bemühungen im Gegenpressing sowie sein genereller Einsatz hinterließen mit Sicherheit einen positiven Eindruck beim Trainer.

3. Kingsley Coman

Franck Ribery blieb im ersten Durchgang weitestgehend blass, weshalb Kingsley Coman zur zweiten Halbzeit aufs Feld durfte. Der 22-Jährige, der die Weltmeisterschaft nach seinem Syndesmosebandriss verpasste, zeigte sich agiler und spritziger als Altstar Ribery.


Wenige Minuten nach seiner Einwechslung hatte er eine gute Gelegenheit und auch so wurden viele Angriffe über den 22-Jährigen aufgezogen. Wenn er fit bleibt und es schafft, an diese Leistungen anzuknüpfen, wird er auf der linken Außenbahn mit hoher Wahrscheinlichkeit einer der Schlüsselspieler der Saison.  

4. Serge Gnabry

Auf der gegenüberliegenden rechten Seite gehört Serge Gnabry die Zukunft. Der Rückkehrer, der im vergangenen Jahr an 1899 Hoffenheim verliehen wurde, kam nach 62 Minuten für Arjen Robben in die Partie und lief daher auf dem rechten Flügel auf.


Sein Tempo und seine Beweglichkeit ließ Gnabry ein ums andere Mal andeuten, seine beste Szene ereignete sich jedoch in der 78. Minute, als er mit einem hohen Ball bedient wurde, seinem Gegenspieler auf und davon lief und Nachwuchsspieler Zirkzee im Zentrum bediente, der wiederum das dritte und letzte Tor der Bayern erzielte. 

5. Rafinha

Mit 32 Jahren gehört Rafinha ebenfalls zur älteren Garde der Mannschaft, doch der Brasilianer, der seit 2011 für die Münchner spielt, zeigt sich noch immer engagiert. Auf der rechten Außenbahn ging er in der ersten Halbzeit weite Wege in die Tiefe, unterstützte dabei den eher unglücklich agierenden Robben und war bemüht, das Offensivspiel anzukurbeln. 


Dies hinterließ zwar die ein oder andere Lücke im Spiel gegen den Ball, doch in seinen 71 Spielminuten bot Rafinha eine insgesamt engagierte Leistung, in der er unter Beweis stellte, dass er auch in dieser Spielzeit ein solider Ersatz für den gesetzten Joshua Kimmich sein kann.