Die Kaderplanungen des SV Werder Bremen​ sind noch nicht abgeschlossen, viel mehr wollen sowohl Trainer Florian Kohfeldt als auch Sportchef Frank Baumann "auf jeden Fall noch etwas machen." Wie der ​kicker berichtet, wolle man sich dafür allerdings Zeit lassen.


Bis zum 31. August ist das Transferfenster in der Bundesliga geöffnet, dennoch haben andere Bundesligisten wie beispielsweise der VfB Stuttgart ihre Planungen bereits so gut wie abgeschlossen. Last-Minute-Transfers geschehen zwar immer wieder, sind allerdings nicht so gerne gesehen, da man dann während der Saison daran arbeiten muss, die neuen Spielelemente miteinander zu verknüpfen.


Daher findet auch Kohfeldt: "Jeder Trainer der Welt hätte die Spieler lieber heute als morgen." Doch Werder wolle sich Zeit lassen und nicht in Hektik verfallen, damit man das wichtigste Merkmal eines potenziellen Neuzuganges bestens beurteilen kann: Qualität. Diese gehe "vor Schnelligkeit. Es gibt da keine Deadline."

FC Eintracht Cuxhaven v Werder Bremen - Pre Season Friendly

   "Lieber heute als morgen" - Florian Kohfeldt wünscht sich weiterhin Verstärkungen


​"Ich kenne Frank Baumanns Gedanken, bin täglich eingebunden und weiterhin sehr optimistisch, dass wir die gesuchte Qualität bekommen und dann auch zeitnah präsentieren können", fügt Kohfeldt an, der ohnehin keine Bedenken bezüglich Anpassungsprobleme sieht: "Wenn die Neuen da sind, müssen sie in ein funktionierendes Gebilde kommen. Und da habe ich keine Sorgen. Ich sehe nicht das Problem, dass wir uns neu einspielen müssen."


Baumann bewahrt die Ruhe


Bislang verpflichteten die Bremer Yuya Osako, Kevin Möhwald, Felix Beijmo, Martin Harnik und Jan-Niklas Beste. Nach den Abgängen von Thomas Delaney und Jerome Gondorf sucht man allerdings noch nach neuen Spielern für das zentrale Mittelfeld, zudem ist eine neue Nummer zwei im Tor gesucht. "Wir haben einen gewissen Anspruch an die Qualität der Neuzugänge. Uns auf Anhieb besser zu machen, ist schon eine Herausforderung", so Baumann, der daher erklärt: "Diese Hürde überspringt nicht jeder. Und gute Spieler sind überall gefragt. Deshalb muss man eben auch mal Geduld haben, bis man mit allen beteiligten Seiten Einigung erzielt."

FC Schalke 04 v SV Werder Bremen - Bundesliga

  In regem Austausch mit dem Trainer: Frank Baumann



Allerdings will man sich nicht unter Druck setzen lassen: "Wir setzen nicht alles auf eine Karte, haben verschiedenste Optionen." So gebe es innerhalb der Mannschaft einige Spieler, die zur Not in der Zentrale agieren könnten, auch das ein oder andere Nachwuchstalent sei in Zukunft eine Option. Dennoch gilt: "Wir werden auf jeden Fall noch etwas machen und beide Positionen noch besetzen. Wir setzen uns kein Zeitlimit außer dem 31. August.