​De​r SV Werder hat am Freitag das erste Trainingslager im österreichischen Zillertal beendet. Neben harter körperlicher Arbeit ging es unter Trainer Florian Kohfeldt auch bereits schon um taktische Elemente. Dabei stach heraus: Werder-Star Max Kruse bleibt im Zentrum, Johannes Eggestein könnte auf den linken Flügel ausweichen. Das stört ihn jedoch nicht, wie Eggestein selber verriet. 


In einem Interview mit Mein Werder bestätigte Eggestein, dass er aktuell auf dieser Position getestet wird. "Ich habe damit grundsätzlich kein Problem. In der zweiten Halbzeit gegen Duisburg habe ich ja sogar auf der Achter-Position gespielt, und in den letzten Partien der abgelaufenen Saison kam ich auch schon auf der Außenbahn zum Einsatz", sagte der deutsche U20-Nationalspieler. Dennoch könnte man meinen, dass es für ihn schwer sei, diese Position auszuüben, da Eggestein eigentlich ein klassischer Mittelstürmer ist. Der 20-Jährige sieht das nicht so und erklärt: "Das würde ich gar nicht mal sagen."


Taktisch wird es interessant 


Komplett umgewöhnen muss sich der Youngster der Grün-Weißen aber nicht. Florian Kohfeldt spielt taktisch geschickt und hat sich etwas für die Offensive einfallen lassen. Eine zentrale Rolle spielt dabei Max Kruse, der als "Quarterback" im Fußball auch in der kommenden Saison fungieren wird. 

FC Eintracht Cuxhaven v Werder Bremen - Pre Season Friendly

Wichtige Figur in Bremens Offensive: Max Kruse


Johannes Eggestein sagte: "Es ist oft so, dass der Mittelstürmer, also meistens Max Kruse, dem Ball entgegengeht und die Flügelstürmer dann hinter die Kette starten und in den Sechzehner eindringen." Und weiter: "Genauso habe ich ja auch mein Tor gegen Duisburg geschossen. Ich kann also die Qualitäten, die ich besitze, auch auf die neue Position übertragen."


Bereits in der abgelaufenen Saison 2017/2018 agierte Kruse in ähnlicher Position und konnte sich an 17 Treffern beteiligen. Kruse, der mittlerweile 31 Jahre alt ist, kann sehr gut mit dem Ball umgehen und das Spielgerät optimal verteilen. Ein großer Vorteil für die Bremer ist zudem, dass er auch noch dazu abschlussstark ist und die Gegner sich sozusagen auf zwei unterschiedliche Spielertypen in nur einer Person einstellen müssen.