​​Am Freitagmorgen hat Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge den DFB hart kritisiert, doch DFB-Präsident Reinhard Grindel nahm dies am Abend nicht zum Anlass, darauf zu kontern. Im Gegenteil: Grindel lobte die Zusammenarbeit mit dem Boss des ​FC Bayern München und versuchte damit die Gemüter in München ein wenig zu beruhigen. 


Nach dem Ende einer DFB-Präsidiumssitzung in Frankfurt äußerte sich Grindel. Er sagte über das Verhältnis zu Rummenigge: "Wir stimmen uns über sportliche und vor allem sportpolitische Fragen regelmäßig ab." Dabei ging er nicht auf die Aussagen Rummenigges vom Morgen ein, sondern versuchte, Positives aus der Sache zu ziehen. Grindel weiter: "Wir sind über den Weg, den wir gehen wollen, uns alle einig - Bundesliga und Amateurvertreter." 


Europameisterschaft wichtiger Anker des Verbandes


Dass Grindel den Konflikt, wenn man es so nennen darf, besänftigen möchte, liegt vermutlich auch daran, dass Rummenigge als einer der wichtigsten Männer aus dem deutschen Vereinsfußball im Rennen um die Europameisterschaft 2024 gilt. Für dieses Turnier möchte sich der DFB um die Austragung bewerben. Grindel ist dabei zuversichtlich und erklärte im Hinblick auf die Hilfe Rummenigges: "Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Und ich bin ganz sicher, dass wir an dieser guten Zusammenarbeit festhalten werden."

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Rummenigge sagte am Freitagmorgen bei der Eröffnung der Sonderausstellung zu Ehren von Jupp Heynckes unter anderem: "Ich fordere gar nichts. Ich stelle nur fest, dass beim DFB komplette Amateure das Geschehen übernommen haben." Die Luft ist dick, vielleicht wäre es von Vorteil, wenn sich Grindel und der DFB gemeinsam mit Rummenigge zusammensetzen würden und einiges gemeinsam aufarbeiten.