​Nachdem bei Meister Bayern München mit Niko Kovac ein neuer Trainer übernommen hat und durch die WM viele Nationalspieler erst verspätet in die Vorbereitung starten, erwartet Thomas Müller einen holprigen Saisonstart und dämpft im Voraus die Erwartungen. 


Am Rande eines Wohltätigkeits-Golf-Turniers äußerte Müller gegenüber der ​Bild: "Wir wissen, dass wir uns erst aneinander gewöhnen müssen – Mannschaft und Trainerteam. Deshalb gehe ich jetzt nicht davon aus, dass von Beginn an alles reibungslos laufen wird." Bereits in fünf Wochen startet die neue Bundesliga-Saison.


Allerdings werden die in diesem Sommer bei der WM aktiven Nationalspieler des Rekordmeisters nicht mit auf die Montag beginnende USA-Tour kommen, sondern ab dem 25. Juli in München unter der Führung von Co-Trainer Peter Hermann in die Vorbereitung starten. Zusammen mit dem Rest der Mannschaft trainieren werden diese danach erst ab Anfang August und somit nur zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel in der ersten DFB-Pokalrunde am 18. August.

Darüber hinaus beginnt die neue Bundesliga-Saison 2018/19 für den FC Bayern mit einem straffen Auftaktprogramm: An den ersten vier Spieltagen geht es für den Rekordmeister gegen Champions-League-Teilnehmer ​TSG Hoffenheim, den Vorjahres-Tabellensiebten VfB Stuttgart, Europa-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen und Vizemeister ​Schalke 04. Doch trotz der schwierigen Bedingungen in der Vorbereitung und des harten Programms zum Auftakt freut sich Bayerns Top-Vorbereiter der letzten Spielzeit auf den Saisonstart: "Der FC Bayern hat die höchsten Ziele, die höchsten Ansprüche. Ich freue mich extrem auf die neuen Aufgaben", so Müller. 


Beim FC Bayern dürfte vor allem die große Fraktion deutscher Nationalspieler froh sein, wenn die Sommerpause beendet ist und die Bundesliga wieder losgeht, nachdem sich auch viele der Nationalspieler des Rekordmeisters bei der WM nicht mit Ruhm bekleckerten. Müller selbst zählte in einer schlechten deutschen Mannschaft mit zu den schwächsten Spielern. Das weiß auch der Top-Torschütze der Weltmeister von 2014: "Fakt ist: Wir haben zu wenig Tore geschossen. Wir waren nicht gut genug", erklärt Müller seine Sicht zum erstmaligen deutschen WM-Vorrunden-Aus. 


Nachdem so die letzte Saison für den ​FC Bayern mit der DFB-Pokalniederlage und viele der Nationalspieler bei der WM schlecht endete, blickt der 28-Jährige nun nach vorn, dämpft aber die Ansprüche für den Saisonstart. Einen reibungslosen Beginn solle man beim FC Bayern unter diesen Bedingungen nicht erwarten.