​Seit dem Februar 2015 formt Rainer Widmayer in seiner Funktion als Co-Trainer unter Pal Dardai gemeinsam mit dem ungarischen Cheftrainer das Team von ​Hertha BSC. In einem Interview auf der Vereinsseite der Berliner sprach der Deutsche über die Vorbereitung des Hauptstadtklubs und äußerte sich zu der Verletzung von Angreifer ​Davie Selke. Dabei versucht der erfahrene Fußballlehrer, aus der Not eine Tugend zu machen.


Das erste Trainingslager in Neuruppin bewertete der 51-Jährige als positiv und versicherte, dass die Spieler die hohe Belastung "sehr ordentlich" bewältigt haben. Dabei lobte er den Trainingseifer seiner Schützlinge, die "zielorientiert" arbeiten. "Der Konkurrenzkampf sollte hart, aber fair sein – und das ist er auch. Dabei muss jeder an seine Grenze gehen, damit er bereit ist, wenn es losgeht", so der Schwabe.

Überschattet wurde die Vorbereitung jedoch durch die Verletzung von Davie Selke. Der Stürmer war im Training mit Salomon Kalou zusammengerasselt und hatte sich einen Lungenkollaps zugezogen. Mittlerweile wurde der 23-Jährige zwar erfolgreich operiert, für die restliche Vorbereitung und den Start der Saison fällt der Angreifer jedoch aus. Dieser Ausfall sei nach Ansicht von Widmayer zwar "sehr ärgerlich für ihn und uns", dennoch will der Co-Trainer positiv bleiben.


"So eine Verletzung habe ich im Fußball noch gar nicht erlebt. Aber er kommt wieder zurück – hauptsache, er wird wieder richtig gesund. In der Phase, in der er nicht da ist, gibt es neue Möglichkeiten – es können sich einige Spieler für die Position anbieten. So bitter wie es für Davie ist, kann es auch eine Chance für einen anderen sein. Wichtig ist, dass wir dadurch keinen Leistungsabfall bekommen", so der gebürtige Sindelfinger.


Dabei hofft der ehemalige Abwehrspieler auch auf die jungen Spieler im Kader der Herthaner. So durften beim Trainingslager auch mehrere Nachwuchsspieler ihr Können unter Beweis stellen. Dennoch betonte er auch, dass das Fußballgeschäft ein "Verdrängungswettbewerb"  und der Weg zum Bundesliga-Fußballer "alles andere als leicht" sei.