Mit Paulinho hat sich Bayer Leverkusen ein international begehrtes Angreifer-Juwel aus Brasilien geschnappt. Der 18-Jährige hat sich am Donnerstag in einer Medienrunde vorgestellt und über die Gründe für seinen Wechsel zur Werkself gesprochen. Paulinho hat sich in Deutschland viel vorgenommen, weiß aber auch, dass er noch viel lernen muss. Als Maßstab dient ihm der Weltfußballer.


​​Bayer Leverkusen hat sich in diesem Sommer mit dem brasilianischen Hoffnungsträger Paulinho verstärkt. Für den 18-jährigen Außenstürmer ​hat die Werkself viel Geld in die Hand genommen - wie viel genau, scheint undurchsichtig. 18,5 Millionen Euro sollen an Ex-Klub Vaco da Gama geflossen sein, der allerdings nur 70 Prozent der Transferrechte am Spieler gehalten hat und mit zehn Prozent an einem möglichen Weiterverkauf partizipieren soll.


Insgesamt könnte die Ablösesumme durch Bonuszahlungen auf bis zu 36 Millionen Euro ansteigen. Bayer hat sich mit einer Ausstiegsklausel in Höhe von 80 Millionen Euro im bis 2023 laufenden Vertrag abgesichert. Die Erwartungen an den brasilianischen U20-Nationalspieler sind dementsprechend hoch in Leverkusen. Fünf Tore und drei Vorlagen gelangen dem Youngster in 24 Profi-Partien in der Heimat.


Zahlen, die verdeutlichen, dass Paulinho eine Investition in die Zukunft sein soll. Diese war allerdings so hoch, dass der Brasilianer schnell liefern muss. Orientieren will er sich dabei an keinem geringeren als Weltfußballer Cristiano Ronaldo. "Ich spreche ungerne von Vorbildern, lieber von 'Spiegelspielern', die man beobachtet und dessen Entwicklung man nehmen möchte. Cristiano ist für mich so einer - er arbeitet immer hart an sich. Das passt zu meinem Charakter", erklärte Paulinho ​bei seiner Vorstellung in einer Medienrunde.

Ähnlich zielstrebig wie CR7 will auch Paulinho in Leverkusen an sich arbeiten und Großes erreichen. "Ich will hier schnell ankommen, hart an mir arbeiten und Titel gewinnen. Das sind meine Ziele bei Bayer 04", nahm er sich viel vor. Er sei jedoch auch "selbstkritisch genug" um zu wissen, dass "es noch viele Bereiche gibt, in denen ich mich noch verbessern muss und ich hoffe, dass mir das hier gelingt".

Zunächst geht es für ihn auch darum, sich an das höhere Niveau in Deutschland anzupassen. "Der größte Unterschied im Vergleich zu Brasilien ist vielleicht die Intensität - im Training und auch in den Spielen. In der Bundesliga gibt es viele starke Teams - die Liga ist sehr umkämpft. Darauf freue ich mich."


Guter Ruf in Brasilien hilft Bayer bei Paulinho-Coup


Neben Leverkusen waren auch eine Reihe anderer Klubs am Sturm-Juwel dran. Paulinho erklärte, warum er sich am Ende für Bayer entschied: "Ich bin sehr glücklich, dass ich hier bei Bayer 04 sein kann. Meine Familie und ich sind hier super aufgenommen und unterstützt worden. Ich hoffe, dass ich das mit guten Leistungen zurückzahlen kann."

Den Ausschlag habe auch die Vergangenheit der Werkself gegeben. Spieler wie Emerson oder Zé Roberto haben in Leverkusen den Sprung zum Star und in die Seleçao geschafft. Bayer genießt seit diesen Callmund-Tagen am Zuckerhut einen exzellenten Ruf. "Es waren einige Klubs an mir interessiert, das freut mich. Ich habe mich für Bayer entschieden, weil Leverkusen einen sehr guten Namen in Brasilien hat - viele Brasilianer waren hier in der Vergangenheit erfolgreich", bestätigte Paulinho.


Das Gesamtpaket habe einfach gestimmt, versicherte er. Nun muss der hoch-taltentierte Brasilianer die in ihn gesteckten Hoffnungen nur noch erfüllen. Dann könnte bald der nächste Nationalspieler des Rekordweltmeisters das Bayer-Trikot tragen.