Nach vier Jahren kehrt der ​1. FC Nürnberg wieder in die Bundesliga zurück, doch entgegen einiger anderer Vereine rüsten die Franken derzeit kaum auf. Stattdessen glaubt man an die Qualität des bisherigen Kaders, weshalb Sport-Vorstand Andreas Bornemann die Herangehensweise auf dem Transfermarkt verteidigt.


Klar ist, dass ein Aufsteiger nach einigen Jahren Abstinenz nicht unbedingt über gestandene Bundesligaspieler verfügt, doch während Fortuna Düsseldorf bereits zehn Neuzugänge verbuchen konnte, sind es bei den Nürnbergern gerade einmal die Hälfte. Der prominenteste von ihnen ist Torhüter Christian Mathenia, der den Hamburger SV nach einer durchwachsenen Saison, in der er am Ende keine Chance mehr gegen Julian Pollersbeck hatte, verließ.


Hinzu kommt Robert Bauer von Werder Bremen, doch sowohl Törles Knöll als auch Kevin Goden und Timothy Tillman haben bislang keinerlei Erfahrung im Oberhaus machen können. Vom eingeschlagenen Weg wolle man sich aber nicht abbringen lassen: "Wir werden jetzt sicher nicht die Nerven verlieren", wird Andreas Bornemann in der Bild zitiert.


In der Kaderplanung gehe es um hohe Qualität und nicht um Quantität, weshalb der 46-Jährige um Geduld bittet und betont, dass weitere Transfers kein Muss sind: "Das kann eben auch noch etwas dauern. Notfalls gehen wir auch so in die Saison. Da hätte ich überhaupt keine Bedenken."

FC Ingolstadt 04 v 1. FC Nuernberg - Second Bundesliga

  Glaubt an das derzeitige Aufgebot des Aufsteigers: Andreas Bornemann



Grund dafür sei, dass man "schon einige Spieler" habe, die sich aufgrund ihrer gesammelten Erfahrungen der letzten Jahre "vor der Herausforderung Bundesliga sicher nicht verstecken müssen". Dabei denke er beispielsweise an Rechtsverteidiger Enrico Valentini, Kapitän Hanno Behrens oder Innenverteidiger Georg Margreitter.


Doch klar ist auch: Wenn jemand Neues kommen soll, muss dieser bereits über gewisse Referenzen verfügen: "Die Spieler, die jetzt noch zu uns stoßen, müssen schon einen gewissen Nachweis erbracht haben. Aus der Sparte 'jung und talentiert' haben wir schon definitiv genug." Mit einem Durchschnittsalter von exakt 24 Jahren stellt der Club den zweitjüngsten Kader aller Bundesligisten, lediglich RB Leipzig kann diesen Wert mit einem Schnitt von 23,9 Jahren unterbieten. Doch ganz ohne weitere Transfers dürfte es ein schwieriges Jahr werden, in dem das Ziel einzig und allein Klassenerhalt heißt.