​Der neue Trainer Niko Kovac hat auf der heutigen Pressekonferenz des FC Bayern vor dem Testspiel gegen Paris Saint-Germain und der Abreise auf die USA-Tour über seine Personalplanungen für die kommende Saison gesprochen. Dabei äußerte sich Kovac unter anderem zur Eingliederung der vielen Nationalspieler, der seiner Meinung nach idealen Kadergröße und einer möglichen System-Umstellung. 


Bevor der ​FC Bayern in der kommenden Woche mit einem erweiterten Kader auf Promotion-Tour in die USA geht, wird am Samstag erst einmal ein Testspiel gegen Paris Saint-Germain stattfinden. Da sich nach der WM noch zahlreiche Nationalspieler des Meisters im Urlaub befinden, werden dabei auch einige Spieler der U19 und U23 mitfliegen und zum Einsatz kommen. Laut ​Sky Sport wolle Kovac nun "alles sukzessive aufbauen in Richtung Supercup und DFB-Pokal". 

Deshalb werden die Nationalspieler, die in den kommenden Tagen nach München zurückkehren, auch nicht direkt mit auf die USA-Reise kommen: "In Rücksprache mit Manuel Neuer haben wir entschieden, dass es sinnvoller ist, dass die Spieler nicht mitfliegen, sondern hier ins Training einsteigen. Peter Hermann wird die Spieler ab dem 25. Juli hier betreuen, nach der USA-Reise werden wir alle zusammen stoßen. Es ist wichtig, dass die Spieler auch alle mal durchpusten", erklärte Trainer Kovac diese Entscheidung. 


In der kommenden Saison möchte der junge Trainer dann beim FC Bayern trotz des hohen Pensums durch die Dreifachbelastung mit einem recht kleinen Kader arbeiten: "Ich finde, 22 Feldspieler sind das Maximum. Wenn alle gesund sind, muss man sechs Spieler zu Hause lassen. Alle Spieler werden verstehen müssen, dass man auch mal rotieren muss. Ich finde, die Kadergröße ist gut, diese Qualität kann beibehalten werden. Aber das Transferfenster ist noch einige Zeit offen. Stand jetzt gibt es nichts Neues." 


Jüngst gab es bei den Bayern dabei Gerüchte um die ​Verpflichtung des Stuttgarter Verteidigers Bejamin Pavard und eines weiteren Mittelstürmers, aber auch mögliche Abgänge von Jerome Boateng oder Robert Lewandowski.

Definitiv Teil des Kaders sein soll aber der kolumbianische Spielmacher James Rodriguez, der mit einer Rückkehr zu Real Madrid in Verbindung gebracht wird. "Wir haben einen laufenden Leihvertrag bis nächstes Jahr. Im Moment sieht es klar so aus, dass er hier bleibt", betont deshalb auch Bayern-Trainer Kovac. Neben den Stars und Nationalspielern hatte Kovac aber auch bereits mehrfach angedeutet, den jungen Talenten der Bayern eine größere Rolle zukommen lassen zu wollen. Angesprochen auf Rückkehrer Serge Gnabry, freut sich Kovac auf die Arbeit mit dem 23-Jährigen: "Serge ist ein fantastischer Spieler. Er kann auf beiden Flügelpositionen spielen. Kompliment, dass der FC Bayern ihn hat."


Neben den Einblicken in seine Kader- und Personalplanungen deutete der neue Trainer aber auch eine komplette System-Umstellung an: "Wenn wir alle im Training haben, werden wir diesbezüglich sicher mehr machen als im Moment. Aktuell belassen wir es beim 4-3-3, das Bayern immer spielt." Zuletzt gab es Spekulationen, dass ​Kovac bei den Bayern wie vorher in Frankfurt die Dreierkette als alternatives System etablieren wolle. Die Verpflichtung eines weiteren Innenverteidigers in Person von Frankreichs Benjamin Pavard könnte ein weiterer Hinweis in diese Richtung sein.