​Der ​VfB Stuttgart schob in den letzten Wochen unter der Führung von Sportvorstand Michael Reschke die Kaderplanung für die kommende Saison kräftig an. Dadurch konnten die Schwaben schon zahlreiche junge, entwicklungsfähige Talente von einem Wechsel an den Neckar überzeugen. Dass die Stuttgarter wieder eine gute Adresse für aufstrebende Profis sind, haben sie aber auch ihrem Ex-Trainer Hannes Wolf zu verdanken.


Von Ende September 2016 bis Ende Januar 2018 leitete der junge Deutsche die Geschicke des Vereins und sorgte dafür, dass sich einige junge Talente extrem weiterentwickeln konnten. Von seiner Zeit als Jugendtrainer bei Borussia Dortmund war es der heute 37-Jährige gewohnt, mit Youngstern zu arbeiten und zeichnete sich auch bei den Stuttgartern durch seinen exzellenten Draht zu den Spielern aus.


Auch durch seine Kontakte im Jugendfußball gelang es den Schwaben, einige junge Talente von einem Wechsel in die Bundesliga zu überzeugen. Doch auch der ehemalige Manager Jan Schindelmeiser sollte nicht unerwähnt bleiben, war doch auch er federführend an der Verpflichtung von etwa ​Benjamin Pavard beteiligt. Welchen kometenhaften Aufstieg der Franzose, auch dank der behutsamen Führung von Wolf, in Deutschland genommen hat, dürfte nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft als Stammspieler der 'Equipe Tricolore' mittlerweile jedem klar sein.


Doch nicht nur Pavard konnte sich unter dem gebürtigen Bochumer stark entwickeln. Auch Timo Baumgartl, Marcin Kaminski, sowie Santiago Ascacibar sind Beispiele für die gute Förderung von Talenten. Doch auch nach dem Abgang von Wolf blieben die Stuttgarter ihrer Linie treu und trieben in der Vorbereitung auf die kommende Saison die Verjüngung des Kaders weiter voran.


Dass die Stuttgarter erneut auf 'junge Wilde' setzen, ist auch außerhalb des Vereins längst kein Geheimnis mehr. So bedurfte es nur wenig Überzeugungsarbeit um etwa Marc-Oliver Kempf zu versichern, dass er im roten Brustring einen weiteren wichtigen Schritt in seiner Entwicklung nehmen kann. Auch Pablo Maffeo, Borna Sosa und ​Nicolas Gonzalez sind erst Anfang 20 und glauben fest an ihre Chance beim VfB.


Zwar gilt der aktuelle Trainer Tayfun Korkut gemeinhin als konservativer Vertreter seiner Zunft, doch auch unter dem Deutsch-Türken regiert das Leistungsprinzip. So spielte sich in der vergangenen Rückrunde mit Erik Thommy ein weiterer Youngster auf der linken Seite in die Startelf. Wenn du als junger Spieler in der Bundesliga den Durchbruch packen willst, ist der VfB also derzeit eine der vielversprechendsten Adressen.