Anders als sein älterer Bruder Maximilian muss Johannes Eggestein noch auf seinen Durchbruch bei Werder Bremen warten. Aufgrund der großen Konkurrenz im Sturm wird der 20-Jährige allerdings auf eine andere Position ausweichen müssen, wie Trainer Florian Kohfeldt laut ​kicker erklärte.


Dass Eggestein durchaus das Potenzial dazu hat, sich in den kommenden Jahren zu einem Torjäger zu entwickeln, kristallisierte sich in den vergangenen Jahren heraus. Der 1,83 Meter große Angreifer, der vor fünf Jahren vom TSV Havelse in die Nachwuchsabteilung von Werder wechselte, erzielte in 51 Einsätzen für die U17 41 Tore, in der U19 waren es 42 Treffer in 33 Partien.


In der ersten Mannschaft kam er jedoch nicht allzu oft zum Zug und sammelte so beispielsweise in der abgelaufenen Saison nur neun Kurzeinsätze in der Bundesliga. Eggesteins Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, weshalb er von nun an Argumente für eine Zukunft in Bremen liefern muss. Doch in seiner gelernten Rolle dürfte er kaum Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten haben: "Wenn Max Kruse in Normalform ist, bleibt er in dieser Rolle gesetzt. Da brauchen wir keinen künstlichen Konkurrenzkampf auszurufen, den es nicht gibt", stellte Kohfeldt deutlich klar.

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  Sucht weiterhin sein Glück in der ersten Mannschaft: Junioren-Nationalspieler Johannes Eggestein



Wenn, dann müsse sich Eggestein mit einem der beiden Flügel - vorzugsweise dem linken - arrangieren. Dies sei eine Position, "von der ich Jojo gesagt habe, dass er sich dort wohlfühlen soll", führte der 35-Jährige fort. Bereits zum Ende der vergangenen Spielzeit absolvierte er einige Minuten auf den Außenbahnen und habe in den Augen des Trainers "sehr gut auf Bundesliga-Niveau" agiert. Doch mit den Neuzugängen Martin Harnik und Yuya Osako sowie Fin Bartels, Florian Kainz und Milot Rashica ist der Konkurrenzkampf auch in diesem Teil des Feldes groß.


Zuspruch von Baumann


Dennoch gab sich Sportchef Frank Baumann gegenüber der Bild optimistisch, dass sich schon bald auch der zweite Eggestein bei Werder durchsetzen kann: "Ich wünsche Johannes noch mehr Spielzeit und wir trauen ihm das auch zu. Er hat natürlich starke Konkurrenten vor sich, aber er wird seinen Weg bei uns weitergehen. Leicht wird es nicht. Aber Johannes hat das Talent." Man werde in der kommenden Saison ohnehin "alle Spieler brauchen" - besonders in der Offensive. "Da muss Johannes seine Chance nutzen. Dann kann sich eine Rangfolge auch mal ändern", macht der 42-Jährige seinem Schützling Mut.