Auf dem Transfermarkt war der ​VfB Stuttgart in den vergangenen Wochen besonders aktiv und konnte dabei neben verheißungsvollen Talenten auch gestandene Bundesligaspieler für sich gewinnen. Im Gespräch mit der Bild peilt Torhüter Ron-Robert Zieler daher den nächsten Schritt an, will den Europapokal allerdings nicht sofort als Saisonziel ausrufen.


Nach dem Trainerwechsel in Stuttgart, der zur Folge hatte, dass Tayfun Korkut im Januar als Nachfolger von Hannes Wolf präsentiert wurde, kletterte der VfB von Rang 14 auf den siebten Tabellenplatz, verpasste das internationale Geschäft jedoch aufgrund des überraschenden Pokalsieges der Frankfurter Eintracht über Bayern München. ​Die Mannschaft zeigte im Saison-Endspurt gute Leistungen und blieb nach der Saison größtenteils zusammen, der einzig namhafte Abgang ist Stürmer Daniel Ginczek, ​der im Tauschgeschäft mit Rückkehrer Daniel Didavi zum VfL Wolfsburg wechselte.


Viel mehr wurde der Kader mit Talenten wie Pablo Maffeo, Nicolas Gonzalez oder Borna Sosa verstärkt. Nebenbei verpflichtete man auch noch Marc Oliver Kempf, Gonzalo Castro und den erst 17-Jährigen Roberto Massimo, der jedoch wieder umgehend an dessen Jugendverein Arminia Bielefeld verliehen wurde.


Die Mannschaft hat unter Korkuts Ägide durchaus Potenzial im oberen Tabellendrittel zu landen, allen voran wegen der Verstärkungen. Deshalb findet auch Ron-Robert Zieler: "Wir wollen uns weiterentwickeln und den nächsten Schritt machen. Natürlich wäre es toll, mit dem VfB international zu spielen. Und das Potenzial, das irgendwann wieder zu erreichen, hat der Verein." 

FC Bayern Muenchen v VfB Stuttgart - Bundesliga

  Sieht die Mannschaft auf einem guten Weg: Ron-Robert Zieler


Doch obwohl man in der vergangenen Spielzeit an der Europa League kratzte, will der 29-Jährige nicht auf Teufel komm raus nach einem der ersten sechs Tabellenplätze greifen: "Das formulieren wir nicht als Ziel für die nächste Saison. Wir sollten uns nicht kleiner machen als wir sind. Aber wir brauchen Demut. Wir hatten in der vergangenen Rückrunde durchaus auch Glück." Zudem sei das zweite Jahr nach dem Wiederaufstieg oftmals komplizierter und der Liga-Auftakt, der unter anderem aus den Partien gegen Mainz 05, Bayern München und dem SC Freiburg besteht, "alles andere als einfach".


Doch Zieler, der sich besonders darüber freute, dass er insgesamt nur 36 Gegentore hinnehmen musste und insgesamt zwölf Mal die weiße Weste wahren konnte, sieht es im Zuge der Entwicklung auch als Pluspunkt, die Kaderplanung so früh abgeschlossen zu haben: "Es ist natürlich ein Vorteil, wenn das Gerüst so früh steht. Man muss abwarten, wie es sich am Ende entwickelt. Aber ich glaube, wir haben uns gut verstärkt. Gerade Daniel Didavi und Gonzalo Castro werden uns mit ihrer Qualität und ihrer Erfahrung helfen." Allerdings ist es nicht völlig ausgeschlossen, dass auf dem Transfermarkt noch einmal etwas passiert - ​und der VfB Stuttgart den einen oder anderen Spieler verliert oder verpflichtet.