Borussia Mönchengladbach stellt dieser Tage die Weichen für eine erfolgreiche Spielzeit 2018/19 und bereitet sich akribisch auf den Betrieb in der Bundesliga vor – und zwar mit einer neuen Grundformation. Weg vom klassischen 4-4-2 und rein ins moderne 4-3-3! Dieter Hecking drehte am Niederrhein während der Sommerpause so manchen Stein um und will seine „Fohlen“ nun in einem veränderten Spielsystem wieder auf Vordermann bringen. Positiver Nebeneffekt: die vielen neuen Möglichkeiten, die sich dem Gladbacher Cheftrainer damit eröffnen.


Zwei Testspiele hat ​Borussia Mönchengladbach im Rahmen seiner Sommervorbereitung bislang bestritten. Und sowohl beim 2:0-Sieg gegen den VfB Lübeck, als auch während des 4:0-Erfolges über Weiche Flensburg wurde deutlich: Die „Fohlen“ gehen es im neuen Fußballjahr mit einer veränderten Grundordnung an! Demnach setzt Trainer Dieter Hecking nicht mehr auf ein klassisches 4-4-2, sondern vielmehr auf ein modernes 4-3-3-System, das der Elf vom Niederrhein frischen Wind in die Segel setzen soll.


Temporeich und kombinationssicher


Und das tut es in jedem Fall! Neben der Tatsache, dass man der wackligen Defensive aus der Vorsaison ­– die Borussen waren mit 52 Gegentoren eines der anfälligsten Teams – mit drei zentralen Mittelfeldspielern entgegenwirkt, indem man kompakter steht, eröffnet die neue Grundformation dem Trainer mehr Möglichkeiten in der Offensive.

VfB Luebeck v Borussia Moenchengladbach - Pre-Season Friendly

Dieter Hecking und sein Trainerteam setzen auf ein 4-3-3-System



Zum einen könnte sich Coach Hecking für eine reine Tempo-Variante oder auch Konter-Variante entscheiden: Dabei würden Thorgan Hazard und Ibrahima Traoré die Flügel bekleiden und Mittelstürmer Alassane Pléa mit Hereingaben füttern oder eben mit ihrer Schnelligkeit selbst ins Zentrum vorstoßen – gegen spielstarke Bundesligisten sicherlich ein effektives Mittel. Zum anderen stünde noch die Kombinations-Variante im Raum. Hierbei würden beispielsweise Spieler wie Lars Stindl und Raffael in den Vordergrund rücken – und zwar aus einem einfachen Grund: Mit ihrer Passstärke und Kombinationssicherheit sind die beiden Offensivallrounder in der Lage, die Defensive eines kompakt und tief stehenden Gegners mit einer einfachen Pass-Stafette aus den Angeln zu heben.


Dieter Hecking hat mit seiner Systemänderung demnach bereits einen wichtigen Schalter umgelegt. Der Gladbach-Coach ist in seinem neuen 4-3-3 schlichtweg flexibler und hat darüber hinaus das Spielermaterial – auch während der Partie – immer wieder neue Impulse von der Bank zu geben und insgesamt variantenreicher zu agieren. Ein wichtiger Faktor, der die Borussen zur neuen Saison hin enorm stark machen könnte.