Offenbar ist Belgiens Stürmer Eden Hazard selbst Real Madrid zu teuer: Während zuletzt über mögliche Angebote jenseits der 222 Millionen Euro von Neymar berichtet wurde, was Hazard zum teuersten Spieler aller Zeiten machen würde, soll das Kernproblem des Deals wohl darin liegen, dass der FC Chelsea mehr als 110 Millionen Euro der Ablöse als direkte Vorauszahlung zum Zeitpunkt der Unterschrift fordert, um selbst einen Nachfolger für Hazard verpflichten zu können. 


In den vergangenen Tagen gab es verschiedene Gerüchte, wonach Real Madrid erst 170 Millionen und im Anschluss 225 Millionen Euro für den 27-jährigen Hazard geboten habe, um den Belgier als Nachfolger für Cristiano Ronaldo in Madrid präsentieren zu können. Doch im Gegensatz zur üblichen Vertragsgestaltung von Transfers in dieser Größenordnung soll der ​FC Chelsea nicht damit einverstanden sein, die Ablöse in gleichmäßigen Raten über die nächsten ein bis zwei Jahre zu erhalten, sondern fordert von Real rund die Hälfte der Summe als direkte Zahlung mit Inkrafttreten des Wechsels zu erhalten, um wohl noch in diesem Sommer einen eigenen Toptransfer abzuschließen. So berichtet es der ​Telegraph-Fußballjournalist Sam Wallace.

Eine Vorausgebühr von über 100 Millionen Euro soll aber wohl selbst für Champions-League-Sieger Real Madrid nur schwer zu finanzieren sein, da man neben Hazard in diesem Sommer noch weitere Transfers tätigen wollte, um Veränderungen im Kader vorzunehmen. So steht unter anderem auch ein neuer Mittelstürmer auf der Liste der Königlichen. Außerdem wird der Erlös aus dem Ronaldo-Transfer zu Juventus Turin wie eigentlich üblich über die kommenden Jahre abgeschrieben, sodass auch für Real das Transferbudget begrenzt ist. Es ist zwar davon auszugehen, dass eine direkte Zahlung von rund 110 Millionen Euro für die Madrilenen zu stemmen wäre, allerdings hinsichtlich der Transferplanung und Klubbilanzen von Real-Präsident Florentino Perez abgelehnt wird.


Zudem berichtet Libertad Digital, dass man bei den 'Königlichen' keine Transfers in der Region von 200 Millionen Euro tätigen möchte. Demnach sind auch Neymar, Kylian Mbappe und Harry Kane irrelevant. Hazard möchte ​bekanntlich gehen, doch sein Traumklub will scheinbar seinen Wechselwunsch nicht mit derselben Vehemenz erwidern. 


Demgegenüber bestätig die Quelle Berichte, wonach ein Transfer von Thibaut Courtois in die spanische Hauptstadt näher heranrückt. Hierbei würde die Ablösesumme aber nicht die 40-Millionen-Euro-Marke überqueren. 


Die ungewöhnliche Forderung des FC Chelsea kann als Verhandlungstaktik verstanden werden, um ​Real Madrid abzuschrecken und einen möglichen Transfer hinauszuzögern. Denn im Gegensatz zu Spanien wird in England das Sommer-Transferfenster bereits in drei Wochen am 9. August kurz vor dem ersten Spieltag der Premier League schließen, während das reguläre Transferfenster in Spanien noch drei Wochen länger bis Ende August geöffnet bleibt. Die Londoner um Milliardär Roman Abramowitsch setzen alles daran, Superstar Hazard mit einem neuen Vertragsangebot und einem Gehalt von über 300.000 Euro pro Woche zu halten.