Martin Harnik ist einer der jüngsten Neuzugänge der Grün-Weißen. Doch er besetzt damit keine leere Position in der Stammelf bei Werder Bremen, sondern muss sich beweisen. Und das unter einigen anderen Bewerbern.


Die WM ist vorüber und nach und nach beginnt die Kaderplanung bei den Klubs konkreter zu werden. Eine besondere Beachtung muss Trainer Florian Kohfeldt sicherlich der rechten Außenbahn widmen. Denn hierfür gibt es zwar die eine oder andere Personalie, doch nicht jeder ist auch gleichzeitig eine Option. 


Die Leihe von Lennart Thy endet, sein Verbleib sei aber keine Option, wie die ​Deichstube berichtet. Aron Jóhannssons Abschied wurde bereits letzte Saison heraufbeschworen, scheint aber innerhalb dieser Transferperiode konkrete Züge anzunehmen. Fin Bartels Rückkehr dagegen ist ungewiss. Wenn er wieder zu alter Stärke findet, dürfte er aber sicherlich ein Kandidat für den Stammplatz sein. Neuzugang Yuya Osako traf bei der WM für Japan gegen Kolumbien zum entscheidenden 2:1-Sieg und wurde zum Man of the Match. 



Milot Rashica hatte ein schwieriges erstes Jahr bei Werder, bekam aber auch einige Spielminuten und zeigte sich. Werders großes Talent Johannes Eggestein hingegen bekam kaum Spielminuten zum Unmut vieler Fans. 


Zuletzt Neuzugang Martin Harnik, welcher nach neun Jahren zu Werder zurückkehrt. Er wird voraussichtlich eher als Joker zum Einsatz kommen. Volle 90 Minuten sind für den 31-Jährigen unwahrscheinlich. 


Bleibt die Frage, wie geht Kohfeldt mit der Situation um? Ein heißer Anwärter ist nach einer starken WM sicherlich Osako. Das er einen Stammplatz belegen wird, gilt, solange Bartels nicht bei 100 Prozent ist, fast schon als sicher. 


Kohfeldt könnte Johannes Eggestein, Rashica und Harnik als Joker einsetzten. Falls Jóhannsson wieder nicht verkauft wird, bekommt auch er vielleicht die Chance, noch einmal alle von seinen Qualitäten zu überzeugen.


Osako könnte einen entscheidenden Faktor bei Bremen ausmachen und dem Offensivspiel der Grün-Weißen frischen Wind bringen. Mit Harnik, Rashica und Eggestein hat Werder sowohl Talente, als auch Erfahrung auf der Bank. Nichts desto trotz ist es wichtig, dass sich Kohfeldt frühzeitig für eine Lösung entscheidet, um den einen oder anderen Spieler noch abgeben zu können. 


Wer den Verein letztendlich verlassen wird, und ob sich Osako gegen einen fitten Bartels behaupten kann, wird man wohl erst im Laufe der kommenden Saison erfahren.