​Stuttgarts Benjamin Pavard darf sich seit Sonntagabend Weltmeister nennen. ​Beim 4:2-Finalerfolg gegen Kroatien stand der französische Nationalspieler über die komplette Spieldauer auf dem Platz. Mit seinen überzeugenden Leistungen in Russland dürfte der 22-Jährige das Interesse von weiteren europäischen Top-Klubs geweckt haben. Im Sommer 2019 kann der Verteidiger den ​VfB Stuttgart dank einer Klausel, die angeblich unter einer Bedingung ihre Gültigkeit verliert, verlassen.


Die Karriere von Pavard nahm in den letzten zwölf Monaten mächtig Fahrt auf. In der abgelaufenen Saison zählte der Verteidiger bei den Schwaben zu den wichtigsten Leistungsträgern und verpasste in der Bundesliga keine einzige Spielminute. Die starken Vorstellungen des 22-Jährigen blieben auch Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps nicht verborgen. 


Mitte November feierte der Rechtsfuß sein Nationalmannschaftsdebüt und durfte sich vor einigen Wochen über ein WM-Ticket freuen. Bei der Endrunde in Russland war Pavard als Rechtsverteidiger gesetzt und stand in sechs Partien jeweils über die volle Distanz auf dem Platz. 

Seine erste WM-Teilnahme krönte der Youngster beim 4:3-Erfolg im Achtelfinale gegen Argentinien mit einem sehenswerten Treffer. Dem Vernehmen nach steht der Nationalspieler derzeit bei vielen europäischen Top-Klubs auf dem Zettel. Eine konkrete Anfrage haben die Schwaben angeblich noch nicht erhalten.


Wie Sport1 berichtet, kann sich Pavard einen Wechsel in diesem Sommer grundsätzlich vorstellen. VfB-Sportvorstand Michael Reschke will den Defensivspieler noch ein Jahr halten. Laut Informationen der Schwäbischen Zeitung soll der Funktionär erst ​ab einer Ablöse in Höhe von 65 Millionen Euro gesprächsbereit sein

France v Croatia - 2018 FIFA World Cup Russia Final

Benjamin Pavard (l.) klärt den Ball vor Kroatiens Ante Rebic


Nach der kommenden Saison könnte der Weltmeister den letztjährigen Aufsteiger ​dank einer Ausstiegsklausel für rund 35 Millionen Euro verlassen. Anfang Juli berichtete die Sport Bild, ​dass der FC Bayern München von dieser Klausel Gebrauch machen will. Sport1 enthüllte nun, dass die Klausel hinfällig ist, wenn sich der VfB Stuttgart in der kommenden Spielzeit für die Champions League qualifiziert. 


Sollte dieser Fall eintreten, könnten die Schwaben im Sommer 2019 eine deutlich höhere Ablöse kassieren. Einen Pavard-Abgang würde dieser Umstand allerdings nicht verhindern. Dem Vernehmen nach wird der Verteidiger die Schwaben spätestens zu diesem Zeitpunkt verlassen. In Stuttgart ist der 22-Jährige vertraglich noch bis 2021 gebunden.