Schon früh in der Vorbereitung hat Hertha BSC Berlin einen bitteren Ausfall zu verzeichnen: Wie der Hauptstadtklub meldete, wird Angreifer Davie Selke den Saisonstart nach einem Zusammenprall während der Trainingseinheit am Samstagvormittag "definitiv verpassen." Sorgen bestehen zudem bei Vladimir Darida und Peter Pekarik, die derzeit ebenfalls nicht zur Verfügung stehen.


Bereits im vergangenen Jahr verpasste Selke, der in der abgelaufenen Saison zehn Tore in 27 Bundesligapartien für die Hertha erzielte, aufgrund einer Knochenmarksschwellung den Auftakt der neuen Spielzeit. Nun könnte er jedoch länger ausfallen, nachdem am Samstag ein Lungenkollaps diagnostiziert wurde.


"Der Ausfall tut natürlich weh. Wir werden das als Mannschaft auffangen, und ich wünsche Davie, dass er sich schnell erholt und zu uns zurückkehrt", wird Trainer Pal Dardai auf der ​vereinseigenen Website zitiert.

Für den 23-Jährigen ist der Zeitpunkt der Verletzung mehr als unglücklich: "Das ärgert mich natürlich unglaublich – ehrlich gesagt, kotzt es mich richtig an. Aber es ist nicht zu ändern, Verletzungen passieren im Fußball", so Selke, der sofort den Blick nach vorne richtete: "Ich muss da jetzt durch und komme so schnell es geht zurück."


Unterstützung erhielt er dabei von Manager Michael Preetz: "So, wie ich ihn kennengelernt habe, wird er schnell wieder in den Positiv-Modus umschalten und sich dann zügig zurückkämpfen." Das habe er bereits im vergangenen Jahr getan, weshalb der 50-Jährige zuversichtlich ist.


Schmerzen im Knie: Darida und Pekarik nicht im Training


Doch neben Selke muss die Hertha derzeit auf Vladimir Darida und Peter Pekarik verzichten. Ersterer verdrehte sich beim ersten Testspiel gegen den RSV Eintracht Stahnsdorf das Knie, eine zügige Rückkehr scheint nicht in Sicht: "Ich bin noch nicht schmerzfrei. Wir werden sehen, wie wir die Belastung steuern", wird der 27-Jährige im kicker zitiert.

FC Schalke 04 U19 v Hertha BSC U19 - German A Juniors Championship Final

   Besonders über die Verletzung von Peter Pekarik verärgert: Hertha-Trainer Pal Dardai


Bei Außenverteidiger Pekarik hingegen sorgt eine Reizung des Knies für Probleme: "Es ist schwierig einzuschätzen. Jeden Tag höre ich: morgen. Jetzt hat er andere Schmerzen. Die Verletzung ist schwierig zur Ruhe zu bringen", zeigte sich Dardai sichtlich verärgert. 


Pekarik habe noch kein einziges Mal mit der Mannschaft trainieren können, obwohl er nach dem Verlust von Mitchell Weiser mit Neuzugang Lukas Klünter um einen Stammplatz auf der rechten Abwehrseite kämpfen solle. In beiden Fällen ist eine Rückkehr noch ungewiss, weshalb Dardai nun Alternativen finden muss.