​Sehrou Guirassy vom 1. FC Köln dürfte nach dem Finaleinzug Frankreichs am kommenden Sonntag ganz gespannt vor dem Fernseher sitzen und seinen Landsleuten gegen Kroatien die Daumen drücken. Auch wenn er selbst derzeit kein Teil der "Équipe Tricolore" ist, träumt er weiter von der Nationalmannschaft. Vom Spielstil unter seinem neuen Vereinscoach Markus Anfang zeigt er sich derweil begeistert. 


Wie der Franzose im Interview mit der BILD berichtet, sehe er im Finale sehr gute Chancen für seine Nationalelf. "Frankreich hat es selbst in der Hand oder besser gesagt in den Beinen. Wir haben eine tolle Mannschaft, eine unglaubliche Qualität und mit Mbappé einen Ausnahmespieler, der einfach phänomenale Dinge kann. Ich glaube fest daran, dass Frankreich am Ende auch den Titel holt."

Wuppertaler SV v 1. FC Koeln - Friendly Match

Glaubt an einen WM-Triumph seiner Franzosen: FC-Stürmer Sehrou Guirassy



Trotzdem er nicht mit seinen Landsleuten in Russland weilt, kennt der Stürmer viele der Nationalstars persönlich, wie er verriet. "Mit Jungs wie Hernandez und Ousmane Dembélé habe ich in den französischen Auswahlteams gespielt." Auch Shootingstar Pavard "kenne ich noch aus unserer gemeinsamen Zeit in Lille. Seitdem sind wir in Kontakt. Und bevor er nach Stuttgart ging, haben wir oft gesprochen. Er wollte meine Meinung zur Bundesliga hören. Ich habe ihm zu dem Wechsel geraten."


Guirassy selbst träumt trotz des Abstiegs mit dem ​1. FC Köln und seinen vielen Verletzungen in der jüngeren Vergangenheit weiterhin von einer Karriere im Nationaldress. "Ich möchte auf jeden Fall irgendwann in diesem Team spielen und eines Tages dazugehören. Die Nationalmannschaft bleibt mein ganz großer Traum. Und ich glaube an meine Chance." Nachdem er aktuell wieder fit ist und sich mit dem "Geißböcken" auf den Saisonstart der 2. Bundesliga vorbereitet, hofft er nun auf eine möglichst lange verletzungsfreie Zeit. "Ich habe Zeit verloren und muss jetzt versuchen, gesund zu bleiben und hart dafür zur arbeiten."


Auch wenn er in den Testspielen zuletzt häufiger auf der für ihn eher ungewohnten Position auf der ​offensiven Außenbahn zum Einsatz kam, sieht er den Spielstil und die neuen Impulse unter ​Coach Markus Anfang als sehr gut und hilfreich. "Er verlangt sehr viel und es ist gerade jetzt zu Beginn nicht einfach, das umzusetzen. Aber ich bin begeistert von dieser Art zu spielen und glaube, dass es richtig erfolgreich sein wird, wenn es klappt und die Automatismen da sind." Dafür sei die Mannschaft bereit, alles zu geben. "Wir alle arbeiten hart daran", so der 22-Jährige abschließend. Die Mission Wiederaufstieg beginnt für den 1. FC Köln am 4. August mit dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum.