Auch die zweite Liga kommt um englische Wochen nicht herum, was Ralf Becker sauer aufstößt. Der Geschäftsführer Sport des ​Hamburger SV kritisiert die angesetzten Partien der Spieltage sieben und acht, da neben der kurzen Erholungsphase eine Reise quer durch die Bundesrepublik ansteht.


Der Auftakt im Unterhaus bietet für den HSV ein besonderes Duell. Gleich am ersten Spieltag geht es gegen Holstein Kiel, das in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg den Aufstieg verpasste. Emotional wird dieses Nord-Derby besonders für Ralf Becker, der in den vergangenen beiden Jahren als Geschäftsführer bei den Kielern fungierte, ehe er zum HSV wechselte.


Das viel größere Highlight bietet das Duell gegen den FC St. Pauli, das letztmals vor fast sechseinhalb Jahren ausgetragen wurde. Die 0:1-Niederlage vom 16. Februar 2011 wird vor allem die Fans der 'Kiezkicker' noch heute erfreuen, die damals im Volksparkstadion das Siegtor von Gerald Asamoah bejubelten.

Hamburger SV v FC St. Pauli - Bundesliga

  In den kommenden beiden Derbys will der Hamburger SV Bilder wie diese vermeiden


Das Duell findet am achten Spieltag statt, zuvor jedoch geht es für den HSV in der englischen Woche gegen Jahn Regensburg und Greuther Fürth. Das Problem dabei ist die Ansetzung der Spiele: Während die Partie gegen die Regensburger am Sonntag, dem 23. September in Hamburg ausgetragen wird, ist der einstige 'Bundesliga-Dino' am darauffolgenden Donnerstag, dem 27. September in Fürth zu Gast. Von dort aus muss dann schleunigst die knapp 600 Kilometer lange Rückreise in die Heimat angetreten werden, denn nur drei Tage später kommt es zum Duell gegen die St. Paulianer, die einen Tag mehr zur Regeneration haben und zudem die Partie gegen den SC Paderborn im Stadion am Millerntor austragen.


"Wir finden die Ansetzung des siebten und achten Spieltages schon sehr unglücklich und alles andere als optimal", sagte Becker laut Hamburger Morgenpost. Von der DFL habe sich der 47-Jährige "mehr Fingerspitzengefühl" gewünscht. "Aber wir können es jetzt nicht mehr ändern und werden es so annehmen, wie es ist", führte er fort.