Als Transfer-Guru machte sich der italienische Journalist Gianluca Di Marzio in den vergangenen Jahren einen Namen, indem er immer wieder Informationen über das Geschehen auf dem Transfermarkt veröffentlichte und einige pikante Wechsel vorhersagen konnte. Der 44-Jährige berichtet auf seiner eigenen Website nun davon, dass der SSC Neapel derzeit Verstärkungen im Mittelfeld sucht und dabei auch Javi Martinez ins Visier genommen habe.


In Neapel würde Martinez mit Carlo Ancelotti auf einen alten Weggefährten treffen, nachdem der 59-Jährige von Juli 2016 bis Oktober vergangenen Jahres als Trainer des ​FC Bayern München fungierte. Aufgrund des anstehenden Abgangs von Jorginho, ​der aller Voraussicht nach zum FC Chelsea wechseln wird, will der italienische Vizemeister nun nachrüsten und sei daher am 29-jährigen Mittelfeldspieler der Münchner interessiert, obwohl man bereits Fabian Ruiz für 30 Millionen Euro von Betis Sevilla verpflichtete.

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   Ein Wiedersehen mit Javi Martinez (r.) scheint für Carlo Ancelotti (l.) wohl kaum möglich


Dass die Bayern Martinez ziehen lassen würden, scheint allerdings kaum realistisch. Nach einigen Verletzungssorgen in den vergangenen Jahren absolvierte er in der abgelaufenen Spielzeit 37 Pflichtspiele und zeigte sich nach der Versetzung ins defensive Mittelfeld, wo er bereits in der Saison 2012/13 unter Jupp Heynckes auflief, überwiegend in Top-Form. Als letzter Rückkhalt vor der Abwehr bot der Abräumer starke Werte in den Zweikämpfen und verhinderte ein ums andere Mal einen Gegenstoß des Gegners.


Interesse an Außenverteidiger Sabaly


Daher scheint der auserkorene Wunschtransfer für Neapel wohl kaum realisierbar. Vorstellbar ist hingegen, dass Youssouf Sabaly in den kommenden Tagen als Neuzugang präsentiert wird. Der 25-Jährige steht derzeit bei Girondins Bordeaux unter Vertrag, passt allerdings genau in das Profil der Sizilianer, die noch einen Außenverteidiger suchen, der sowohl links als auch rechts einsetzbar ist. Während der Weltmeisterschaft stand er in allen drei Gruppenspielen des Senegals auf dem Platz und wird in den kommenden Tagen offenbar erste Gespräche mit den Verantwortlichen der Neapolitaner führen. Erst vor einem Jahr wechselte er von seinem Jugendverein Paris St.-Germain nach Bordeaux, wo er insgesamt 39 Mal auf dem Feld stand und zum Leistungsträger avancierte.