Nach Gonçalo Paciência könnte Eintracht Frankfurt schon bald den nächsten Neuzugang aus Portugal vermelden. Die Eintracht hat sich offenbar bereits mit Sporting-Spielmacher Chico Geraldes auf einen Wechsel verständigt. Eine Einigung zwischen den Klubs steht aber noch aus. Die hohe Ausstiegsklausel könnte zum Hindernis werden.


Die Transferplanungen bei Pokalsieger ​Eintracht Frankfurt laufen weiter auf Hochtouren. Am Mittwoch vermeldeten die Hessen die ​Verpflichtung des portugiesischen Mittelstürmers Gonçalo Paciência. Der 23-Jährige wechselt für rund drei Millionen Euro vom FC Porto an den Main.


Doch Paciência ist wohl nicht der einzige Offensivspieler, den die Eintracht-Verantwortlichen an der Angel haben. Mit Chico Geraldes steht die SGE vor einem portugiesischen Transfer-Doppelpack. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau nimmt die Verpflichtung des ebenfalls 23-jährigen offensiven Mittelfeldspielers von Sporting Lissabon "konkrete Formen an". 

Demnach ist sich die Eintracht mit dem Spieler bereits einig, verhandelt werden muss noch die Ablösesumme. Der ehemalige U21-Nationalspieler steht bei Sporting noch bis 2021 unter Vertrag. Darin ist wohl eine Ausstiegsklausel von satten 45 Millionen Euro enthalten. Klar ist: So viel Geld kann und will die Eintracht für den feinen Techniker nicht ausgeben.


Der war in der abgelaufenen Spielzeit von Sporting an Liga-Rivale Rio Ave verliehen. Beim Tabellenfünften der portugiesischen Elite-Liga gelangen dem beidfüßigen Spielmacher in 30 Partien drei Tore und sieben Vorlagen. 


Schon in der vergangenen Woche hatte das portugiesische Sportblatt A Bola vom ​Frankfurter Interesse an Geraldes berichtet. Bei der Eintracht könnte er den Abgang von Kevin-Prince Boateng im offensiven Mittelfeld kompensieren, auch wenn der 1,75-Meter-Mann ein komplett anderer Spielertyp ist. Geraldes ist ein echter Spielmacher, der vor allem als Vorlagengeber glänzt und sehr wendig und dribbelstark ist. 

Nun muss SGE-Sportchef Fredi Bobic versuchen, Sporting davon zu überzeugen, von der hoch dotierten Ausstiegsklausel abzurücken. Ein Angebot in Höhe von sechs Millionen Euro wurde angeblich schon abgegeben.