Zehn Tage nach dem Trainingsauftakt herrscht beim FC Bayern München trotz langer Einheiten unter der neuen Führung der Kovac-Brüder eine gute Stimmung in der Mannschaft. Am heutigen Donnerstag konnte Trainer Niko Kovac das Training aufgrund einer Magenverstimmung nicht leiten. Stattdessen betreute Co-Trainer Robert das Team.


Im Gegensatz zu den letzten zwei Saisonvorbereitungen unter Ex-Trainer Carlo Ancelotti lassen die Kovac-Brüder deutlich länger und härter trainieren. In der Regel finden täglich zwei  Trainingseinheiten statt, die je meist mehr als zwei Stunden dauern. Bei all seinen früheren Stationen hatte Neu-Trainer Niko Kovac stets Wert auf einen guten körperlichen Zustand seiner Mannschaften gelegt.

Das tut der Stimmung im Bayern-Training aber keinen Abbruch. Da nun langsam auch die Nationalspieler zum Verein zurückkehren, kommt auch wieder ein größeres Mannschaftsgefühl auf. ​Sport1 berichtete heute vom Training, dass sich auch Arturo Vidal, David Alaba und Rafinha wieder beim FC Bayern befinden würden, und heute jeweils individuelle Einheiten auf dem Rasen absolvierten. 


Kovac möchte beim FC Bayern aus dem ohne Frage talentierten Kader das Leistungsmaximum herausholen und vor allem mit den jungen, vielversprechenden Talenten arbeiten. So könnten Spieler wie Serge Gnabry, Kingsley Coman, Leon Goretzka und auch Rückkehrer Renato Sanches ihre regelmäßigen Einsatzzeiten bekommen. Kovac möchte offenbar die Vorbereitung und die Leistungen von Sanches abwarten, bevor er eine Entscheidung über dessen Zukunft beim FC Bayern fällt.

Denn unter Umständen könnten die genannten Spieler abhängig von der weiteren Transferpolitik des Rekordmeisters schon früher als gedacht wichtige Rollen beim FC Bayern übernehmen: Während die Verträge von Arjen Robben und Franck Ribery zwar um ein Jahr verlängert wurden, aber beide Außenstürmer inzwischen Mitte 30 sind und nicht mehr jedes Spiel machen können, gibt es anhaltende Berichte um mögliche Wechsel der Mittelfeldspieler Arturo Vidal und Thiago. 


Für die Kovac-Brüder wird in den kommenden Tagen wichtig sein, die Stimmung und Leistungsbereitschaft im Training hochzuhalten, wenn die wenig erfolgreichen WM-Fahrer beim FC Bayern wieder in die Mannschaft zurückkehren. Denn eine lange Schonfrist zur Eingewöhnung wird es bei den Bayern auch für Niko Kovac nicht geben.