​Nach dem Abgang von Daniel Ginczek zum VfL Wolfsburg hat der VfB Stuttgart seinen neuen Mittelstürmer vorgestellt: Nicolas Gonzalez kommt für 8,5 Millionen Euro vom Klub Argentinos Juniors. Damit ist der 20-Jährige der dritte Argentinier beim VfB und könnte zusammen mit Santiago Ascacibar und Emiliano Insua eine südamerikanische Achse in Stuttgart bilden. 


Gonzalez kommt mit der Hypothek des zweitteuersten Transfers in der Klubgeschichte zum VfB Stuttgart und soll behutsam aufgebaut werden. Nur Pablo Maffeo, der ebenfalls in dieser Transferperiode für neun Millionen Euro von Manchester City kam, ist teurer. Personell soll der 20-jährige Gonzalez mittelfristig Stürmer Ginczek ersetzen, der für zehn Millionen Euro plus Daniel Didavi nach Wolfsburg gewechselt ist. Allerdings bringt der Argentinier andere Fähigkeiten mit als der kantige, abschlussstarke Ginczek. 


Laut Sportvorstand Reschke sei Gonzalez ein vielseitig einsetzbarer Stürmer mit einem "gutem Kopfballspiel, guter Schnelligkeit, auch einer für einen vielseitigen Offensivspieler richtig guten Technik und einer sehr guten Mentalität". Er kann dabei auch auf dem Flügel zum Einsatz kommen. Allerdings müsse der junge Stürmer noch an seiner Torgefahr arbeiten. In 44 Spielen für seinen ehemaligen Klub Argentinos Juniors machte der 20-Jährige elf Tore. In Stuttgart erhält Gonzalez einen Fünfjahresvertrag bis 2023.

Dabei will man das Talent nach dem Wechsel des Kontinents erst einmal behutsam aufbauen und entwickeln. Man will Gonzalez deshalb auch in der kommenden Saison die Zeit geben, sich an die Bundesliga zu gewöhnen. Der Spieler selbst äußerte auf der Pressekonferenz, er sei sehr glücklich beim VfB Stuttgart zu sein. Er könne es nicht erwarten, mit der Mannschaft zu trainieren und dem Team zu helfen. Besonders freue er sich dabei auf seine argentinischen Landsleute Santiago Ascacibar und Emiliano Insua. 


Die beiden waren in der letzten Saison unumstrittene Stammspieler beim VfB und könnten dem jungen Gonzalez helfen, sich in Deutschland und der Bundesliga einzufinden. Vor allem der kleine defensive Mittelfeldarbeiter Ascacibar könnte dabei mit seiner Einstellung ein Vorbild sein. Zusammen mit Routinier Christian Gentner war der auch erst 20-Jährige einer der erfolgreichsten Balleroberer der Stuttgarter Mannschaft. Ascacibar wechselte im letzten Jahr wie nun Nicolas Gonzalez direkt von der argentinischen Liga zum VfB. Sollte Stuttgart auch in der kommenden Saison wieder mit zwei Spitzen spielen und Gonzalez eine ähnlich gute erste Saison hinlegen wie Ascacibar, kann sich der VfB auf viele gute Spiele des neuen Stürmers freuen.