Der Plan schien klar zu sein: Zusammen mit Cristiano Ronaldo hätte Neymar in der kommenden Saison bei Real Madrid ein Superstar-Duo bilden sollen. Doch die Ära von CR7 bei den Königlichen ist seit Dienstagabend offiziell beendet - weshalb Neymar nun wohl von einem Wechsel nach Madrid Abstand nimmt.


Cristiano Ronaldo hat mit seinem Wechsel zu ​Juventus Turin für mehr als nur einen Paukenschlag gesorgt. Der fünffache Weltfußballer dürfte mit seinem Abgang von Real Madrid ein regelrechtes ​Transfer-Beben unter den super​reichen Klubs auslösen.


Kaum vorstellbar, dass die Königlichen jetzt keine Transfer-Offensive starten. Der Superstar ist weg - oder wie die italienische Sportzeitung Tuttosport schreibt, mit "dem Marsmensch" beginnt eine neue Ära. Nicht nur bei Juve, sondern auch bei ​Real Madrid. In der Glamour-Welt des Santiago Bernabeu will man die "Galaktischen" bewundern. Mit CR7 macht der personalisierte Inbegriff des Glamours nach neun Jahren den Abflug - es muss ein oder gleich mehrere Neue her.

Real Madrid Celebrate After Victory In The Champions League Final Against Liverpool

CR7 verabschiedet sich nach neun Jahren aus Madrid


Ganz oben auf der Liste steht wohl weiter Neymar, trotz seiner Darbietungen bei der ​WM in Russland, bei denen vor allem ​seine oscarreifen schauspielerischen Leistungen in Erinnerung geblieben sind. Vor dem CR7-Abschied hatten die Königlichen zwar ein ​vermeintliches 310-Millionen-Euro-Angebot für den Brasilianer dementiert. Eine konkrete Offerte an Paris Saint-Germain könnte dennoch bald folgen.

Die Vorkehrungen wurden bereits getroffen: Als sich Neymar mit der Seleçāo in Liverpool auf die WM vorbereitet hatte, wurde er von einer Real-Delegation umschwärmt, die dem 26-Jährigen unter anderem bei einem gemeinsamen Abendessen einen Wechsel zu Real schmackhaft machen wollten. Neymar fühlte sich geschmeichelt und mochte wohl auch die Vorstellung, zusammen mit Ronaldo für die Königlichen aufzulaufen.


Neymar nimmt offenbar Abstand von Real-Wechsel


Das war Anfang Juni. Mehr als einen Monat später haben sich die Vorzeichen aber seit Dienstagabend grundlegend verändert. Neymars Wunsch, gemeinsam mit CR7 für Furore zu sorgen, ist geplatzt. Bei Real wäre er nun zwar der größte Name, die Lust auf Madrid scheint ihm aber etwas vergangen zu sein. Wie das brasilianische Portal Globoesporte schreibt, sei Neymar nicht mehr von einem Wechsel zu Real überzeugt.

Demnach habe Neymar inzwischen erklärt, nicht der Ronaldo-Ersatz sein zu wollen. Stattdessen hätte er viel lieber gemeinsam mit Ronaldo versucht, seine Titelsammlung zu vergrößern - ähnlich wie zuvor bei Barça an der Seite von Lionel Messi.


Da das nun nicht mehr möglich ist, könnte sich der Brasilianer mit einem Verbleib in Paris anfreundenDie PSG-Bosse haben ohnehin kein Interesse das Aushängeschild des Klubs abzugeben und wollen alles dafür tun, um Neymar zu halten. Torhüter-Legende Gigi Buffon sei angeblich nur verpflichtet worden, weil Neymar den Routinier mag. 


Helfen, Neymar von Paris zu überzeugen, könnte auch der neue Trainer Thomas Tuchel. Der PSG-Star hofft, dass der ehemalige BVB-Coach offensiver als Vorgänger Unai Emery agieren lässt.