Der Transfer-Hammer ist perfekt. Cristiano Ronaldo verlässt Real Madrid und schließt sich Juventus Turin an. Mit emotionalen Worten verabschiedet sich CR7 von den Königlichen und erklärt seinen Wechsel. Die alten Kollegen zollen dem Superstar ihren Tribut und Bayer Leverkusen gerät ins Träumen.


In den italienischen Medien gab es am Mittwochmorgen kein Halten mehr. Der Transfer von Cristiano Ronaldo zu ​Juventus Turin ist Wirklichkeit geworden. Der fünffache Weltfußballer kommt für 117 Millionen Euro von Real Madrid und ​unterschreibt beim italienischen Rekordmeister einen Vierjahres-Vertrag.


"Fiat lux" (Es werde Licht), schrieb die Corriere dello Sport in Anlehnung auf Juves Hauptsponsor Fiat, der in den Deal involviert sein soll. "Ein Marsmensch landet bei Juve." Der Champions-League-Titel werde mit Ronaldo greifbar, meinte die Corriere della SeraTuttosport sprach von einem "Jahrhundert-Coup" mit dem "Phänomen des Fußballs" und ist sich sicher: "Eine neue Ära beginnt".


Zunächst einmal endet aber die neunjährige Ära von CR7 bei ​Real Madrid. Über ihre Twitter-Seite veröffentlichten die Königlichen einen emotionalen Abschiedsbrief des Superstars. 

"Diese Jahre bei Real Madrid und in der Stadt Madrid waren wahrscheinlich die schönsten meines Lebens. Ich habe für diesen Klub, diese Fans und diese Stadt nur Gefühle der Dankbarkeit. Ich kann allen für die Zuneigung, die ich erhalten habe, nur danken", begann der 33-Jährige darin. Für ihn sei nun "der Moment gekommen, eine neue Etappe" zu starten. Deshalb habe er den Klub um die Freigabe gebeten.


Die neun Jahre bei Real seien "einmalig" gewesen, aber auch schwer, "weil bei Real Madrid stets höchste Erwartungen herrschen", schrieb Ronaldo weiter (Übersetzung via ​RealTotal). Dann bedankte er sich bei seinen Mitspielern und den "unglaublichen Fans" und zählte die gemeinsamen Erfolge auf. Viermal in fünf Jahren hat CR7 mit den Königlichen die Champions League gewonnen. Viermal wurde er in dieser Zeit Weltfußballer und gewann dreimal den Goldenen Schuh als bester Torschütze Europas.


"Real Madrid hat mein Herz erobert und auch das meiner Familie", wurde Ronaldo emotional. "Ich habe viel nachgedacht und weiß, dass der Moment für einen neuen Zyklus gekommen ist. Ich gehe, aber dieses Trikot, dieses Wappen und das Santiago Bernabéu werde ich immer als etwas empfinden, das zu mir gehört - wo auch immer ich bin. Danke an alle und natürlich, wie ich es zum ersten Mal in unserem Stadion vor neun Jahren gesagt habe: Hala Madrid!“


Mitspieler verabschieden sich von CR7


Neben den Abschiedsworten von Ronaldo ließen auch die Reaktionen der ehemaligen Kollegen nicht lange auf sich warten. Real-Kapitän Sergio Ramos dankte CR7 für die gemeinsame Zeit. 

​​"Deine Tore, Zahlen und alles, was wir zusammen gewonnen haben, sprichen für sich. Du hast dir einen speziellen Platz in der Geschichte von Real Madrid verdient. Als Madrilenen werden wir dich immer in Erinnerung behalten. Es war ein Vergnügen neben dir zu spielen, mein Freund. Große Umarmung und viel Glück", teilte Ramos via Twitter mit.


Toni Kroos hatte ebenfalls warme Worte übrig: "Entscheidend für die Titel, die wir in den letzten Jahren gewonnen haben. Ein wahrer Champion. Es war mit ein Vergnügen mit dir zu spielen. Alles Gute, Legende", schrieb der Weltmeister von 2014.

In die Lobeshymnen mit ein stimmten unter anderem auch Gareth Bale und Dani Carvajal. "Ein unglaublicher Spieler und top Typ. Es war ein Vergnügen in den letzten fünf Jahren an deiner Seite zu spielen. Viel Glück für die Zukunft, mein Freund", dankte der Waliser. "Es war mir eine Ehre, mit dir zu spielen, du bist eine Legende. Ich wünsche dir alles Gute", twitterte Carvajal.

Die Königlichen ehrten ihre Tormaschine der vergangenen neun Jahre mit einem Video. 450 Tore und 131 vorlagen markierte Ronaldo in nur 438 Pflichtspielen für Real.

Juve-Spieler heißen CR7 Willkommen - lustige Reaktionen aus der Bundesliga


Allen voran Nationalspieler Sami Khedira aufseiten der neuen Teamkollegen freute sich über den Transfer. Der 31-Jährige spielte bereits bei Real fünf Jahre an Ronaldos Seite. "Wir hatten eine tolle Zeit zusammen in Madrid. Ich kann es nicht abwarten mit dir gemeinsam zurück an die Arbeit zu gehen. Heute ist ein besonderer Tag für Juve."

Juves argentinischer Jung-Star Paulo Dybala begrüßte CR7 mit einem einfachen "Willkommen" auf Spanisch, Italienisch und Portugiesisch.

In der Bundesliga war man da schon kreativer. Kevin-Prince Boateng, der die Eintracht kürzlich in Richtung Italien zu US Sassuolo verlassen hatte schrieb nicht ganz ernst gemeint auf Twitter: "Erst ich, jetzt Cristiano. Es wird heiß."

Humor bewies auch Bayer Leverkusen und nahm dabei das eigene Image als ewiger Zweiter aufs Korn. Zu einem GIF mit dem Titel "Alles ist möglich", twitterte der Werksklub: "Wenn Ronaldo zu Juventus geht und Fußball wirklich nach Hause, dann MUSS das unser Jahr werden, in dem wir die Bundesliga gewinnen, oder?

Gemeint war neben dem Mega-Transfer die englische Nationalmannschaft, die in Russland weiter den zweiten WM-Titel einfahren und so den "Fußball nach Hause" bringen kann.