Ein Jahr vor Vertragsende ist Pierre-Michel Lasogga zurück beim Hamburger SV und plötzlich Hoffnungsträger für den Wiederaufstieg. Bei den Rothosen denkt man über eine Vertragsverlängerung mit dem Mittelstürmer nach - vor allem aus finanziellen Gründen.


Vom Verschmähten zum großen Hoffnungsträger: Pierre-Michel Lasogga wurde im vergangenen Sommer zu Leeds United in die zweite englische Liga abgeschoben. Nun soll der 26-Jährige tatkräftig mithelfen und den ​HSV wieder in die erste Liga schießen. 


Derzeit sieht es so aus, als gingen die Rothosen nur mit einem etablierten Mittelstürmer in die Zweitliga-Saison. Hinter Lasogga stehen nur die beiden Teenager-Angreifer Fiete Arp und Manuel Wintzheimer zur Verfügung. Heißt, die Last des Toreschießens liegt vor allem auf den Schultern des Rückkehrers. Nach seiner Leihe zu Leeds läuft Lasoggas Vertrag in Hamburg noch bis 2019.

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Das hoch-dotierte Arbeitspapier war vor einem Jahr ein ausschlaggebender Grund, um Lasogga auszuleihen. Schon zu Bundesliga-Zeiten gehörte der 26-Jährige mit einer geschätzten Jahresgage von 3,4 Millionen Euro zu den Spitzenverdienern im Kader. In der zweiten Liga ist diese Summe für den HSV eigentlich unbezahlbar. Zumal der Angreifer auch noch ​mit saftigen Punktprämien fürstlich entlohnt wird.


Neuer Vertrag - weniger Gehalt?


Die Lösung könnte eine Vertragsverlängerung sein. So würde man sich die Dienste des bulligen Mittelstürmers längerfristig sichern und gleichzeitig dessen Bezüge an das Unterhaus anpassen. Wie die ​Mopo berichtet, denken die HSV-Verantwortlichen um den neuen Sport-Vorstand Ralf Becker derzeit darüber nach, Lasogga weiter an den Klub zu binden und ihn mit einem neuen Kontrakt auszustatten.

Im Gegenzug soll Lasogga einer Gehaltsreduzierung für die zweite Liga zustimmen. Erste Gespräche sollen bereits geführt worden sein. Der Torjäger sei von den Planspielen der Klubführung nicht abgeneigt, schreibt die Mopo weiter. Allerdings wird eine schnelle Einigung nicht erwartet. Der HSV muss Lasogga schon einiges bieten, damit der auf einen Teil seiner 3,4-Millionen-Euro-Gage verzichtet. Sportlich scheint der 26-Jährige derzeit zumindest unabkömmlich - seine Verhandlungsposition macht das nicht schlechter.