​Christoph Moritz hat einige turbulente Jahre hinter sich. Anfang Juli schloss sich der mittlerweile erfahrene Mittelfeldspieler dem Hamburger SV an. In einem Interview sprach der Neuzugang über seine Anfänge beim ​FC Schalke 04 und wie er zu Beginn seiner Karriere mit den Gegebenheiten im Profifußball zu kämpfen hatte.


Im Juli 2009 wechselte der heute 28-Jährige von der U19 von Alemannia Aachen zum FC Schalke 04. Eigentlich war er dort auch zunächst für die zweite Mannschaft vorgesehen, wurde jedoch noch im gleichen Sommer zu den Profis hochgezogen. Zuvor hatte der Deutsche lange mit dem Gedanken gespielt, an der Kölner Sporthochschule zu studieren. Der kometenhafte Aufstieg bei den 'Königsblauen' brachte diese Karriereplanung jedoch komplett durcheinander.

"Bei Schalke ging es damals von null auf hundert. Das war schon schwer. Teile der Vorbereitung hatte ich noch bei der zweiten Mannschaft absolviert. Ich war auch körperlich gar nicht darauf vorbereitet", so der zentrale Mittelfeldspieler in einem Interview auf der Vereinsseite der Hanseaten. Unter dem damaligen Trainer Felix Magath bestritt er so in seiner Debütsaison stolze 28 Spiele. Diesen körperlichen Strapazen musste er aber einen bitteren Tribut zollen und hatte in der Folge "fast 19 Monate Knieprobleme".


Auch mit der gestiegenen Erwartungshaltung hatte der sensible Spieler sehr zu kämpfen. "Auf einmal muss man in jedem Spiel abliefern. Es ist mir auch nicht immer gelungen, das komplett auszublenden. Auf den Druck kann man sich nicht vorbereiten. Das reift in einem. Ich kann damit jetzt besser umgehen als mit 19. Und ich kann die Spiele jetzt mehr genießen, weil ich es besser einschätzen kann", so Moritz.


Im Sommer 2013 wechselte der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler von den 'Königsblauen' zum 1. FSV Mainz 05. Drei Jahre später zog es ihn zum ​1. FC Kaiserslautern. Als der Anruf aus Hamburg kam musste er aber nicht lange zögern und nahm mit Freude die neue Herausforderung an, auch wenn er weiß, dass die Saison als klarer Aufstiegsfavorit mit Sicherheit kein Zuckerschlecken wird. Mit komplizierten Situationen kennt er sich ja aber aus.