Mit der nicht unbedingt erwarteten Vize-Meisterschaft des ​FC Schalke 04 haben sich die Knappen nach einer enttäuschenden Spielzeit unter Ex-Trainer Markus Weinzierl nicht nur wieder in internationale Gefilde gebracht, sondern auch gleich die Messlatte für die kommende Saison sehr hochgelegt. Daher ist der Keeper der Gelsenkirchener besorgt, dass die Erwartungshaltung in der neuen Spielzeit zu hoch sein könnte.


Aus Schalker Sicht verlief die abgelaufene Saison optimal. Platz 2 in der Endabrechnung übertraf alle Erwartungen, dazu stand man vor dem ungeliebten Rivalen aus Dortmund, als Sahnehäubchen gibt es die Rückkehr in die Königsklasse. Das Ganze birgt jedoch auch die Gefahr, dass man im Fanlager davon ausgeht, dass alles so weiterläuft. Davor warnt Ralf Fährmann nun.


„Die Erwartungen werden hoch sein. Ich möchte sie auch nicht total bremsen, aber wir haben erst eine Etappe geschafft. Es heißt nicht, dass hier ab morgen jeden Tag die Sonne scheint und dass bei uns alles Friede, Freude, Eierkuchen ist“, so der 29-Jährige gegenüber der Funke Mediengruppe. Zudem fügt er an, dass man „zuletzt teilweise über Niveau gespielt“ habe.

Vor allem dem neuen Trainer Domenico Tedesco schreibt er den größten Anteil am Erfolg zu: „Wir brauchten einen Umbruch. Das hat aber nie so gefruchtet wie in der letzten Saison. Wir hatten ein Riesenglück, dass Domenico Tedesco als Trainer kam und hier sehr viel bewirkt, sehr viel umgedreht hat. Jetzt sind wir froh, dass kein Neuanfang mehr gestartet werden muss, sondern dass wir auf das Erreichte aufbauen können.“


Das bedeutet aber auch und vor allem für die Anhänger, sollte es Rückschläge geben, die mit der Dreifachbelastung in dieser Saison von der Wahrscheinlichkeit her eher eintreffen werden, darf nicht alles wieder in Frage gestellt werden. Es muss somit also verstanden werden, dass man weiter auf dem Weg der Konsolidierung in den königsklassischen Gefilden ist. Das beinhaltet auch Enttäuschungen.