Die Sommervorbereitung bei ​Borussia Mönchengladbach ist erst wenige Tage alt, dennoch zeichnet sich bereits ab, dass Trainer Dieter Hecking Veränderungen vornehmen will. So wird bereits mit verschiedenen Systemen experimentiert, von denen der künftige Neuzugang Alassane Plea profitieren könnte.


Seit Jahren ist das 4-4-2 bei der Borussia quasi in Stein gemeißelt. Kurzzeitige Umstellungen auf eine Dreierkette in der Abwehr wurden immer wieder verworfen, bzw. nur für kurze Zeit ausprobiert, bis es schließlich zum altbekannten System wieder zurückging. Nun aber scheint ein Umdenken am Niederrhein stattzufinden, denn seit kurzem ist zu beobachten, dass Dieter Hecking auf dem Trainingsplatz ein 4-3-3 ausprobiert.


Grund dafür seien auch die Fans, denen man zugehört habe, wie der Coach in der Rheinischen Post erklärt. Daher hätten sich sowohl Hecking, als auch Max Eberl „Gedanken gemacht“, was man ändern muss. Dabei sei vor allem der Spielstil in den Fokus gerückt, der wieder attraktiver und offensiver werden soll. So wäre es auch zu erklären, warum man beim VfL so erpicht darauf ist, eine neue Nummer 9 zu holen. Der letzte Versuch mit Luuk de Jong liegt inzwischen auch schon einige Jahre zurück.

Nach der Absage von Niclas Füllkrug, der sich entschied, in Hannover zu bleiben, ist somit Alassane Plea von OGC Nizza ein begehrter Spieler am Niederrhein, für den Eberl den Gerüchten zufolge sogar bereit ist, über 20 Millionen Euro zu zahlen. Mit den bereits vorhandenen schnellen Außenspielern wie Ibrahima Traore, Patrick Herrmann und Thorgan Hazard ist die Umstellung jedenfalls sehr vielversprechend.


„Die Frage ist doch: Welches System passt am besten zu den Spielern, die ich habe“, erklärt auch Hecking und verweist darauf, dass er darauf schaut, „dass ich von den Spielern, die da sind, möglichst viele unterbringe“. Denn auch im Zentrum mit Mickael Cuisance, Weltmeister Christoph Kramer, Kapitän Lars Stindl und weiteren Akteuren hat der Trainer eine Vielzahl von Möglichkeiten, die sich positiv auf ein neues System auswirken könnten.

Nach der Pause und einigen Personalwechseln im Hintergrund scheint man an der Hennes-Weisweiler-Allee jedenfalls die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Zwar bekräftigte Hecking, dass „das 4-4-2, in dem sich die Mannschaft sehr wohl fühlt, nicht in die Mottenkiste kommt“, aber dass man inzwischen mehr als nur ein System draufhaben muss, um den Gegner vor neue Probleme zu stellen. Die neue Spielzeit dürfte in jedem Fall spannende Neuerungen bereithalten.