Für Robert Bauer ging eine wenig zufriedenstellende Saison zu Ende. Eine Saison auf Probe darf sich der Defensivspieler beim ​1. FC Nürnberg für einen festen Vertrag empfehlen. Die Möglichkeit, seinen Ex-Trainer Florian Kohfeldt zu kritisieren, lässt Bauer nicht aus.


Er könne sich bis heute nur schwer erklären, warum er auf einmal nur noch Ersatz bei ​Werder Bremen war, erzählt Robert Bauer im Gespräch mit der Bild. Die Radikalität des Ganzen – vom Stammspieler zum dauerhaften Bankdrücker ohne Einsatzchance –, sei für ihn ein Rätsel gewesen und habe ihn in den Folgemonaten stark beschäftigt. „Ich habe leider nie so wirklich Feedback bekommen.“


Eingeständnisse will sich der 23-Jährige keine machen – an ihm soll es nicht gelegen haben. „Ich war in der Vorsaison bis zum Trainerwechsel fast immer gesetzt“, so Bauer. „Darunter waren auch einige schwache Spiele, aber ich habe auch noch kein Spiel auf meiner eigentlichen Position absolviert.“ Ihm sei schnell signalisiert worden, dass es schwer für ihn werden würde, wieder ins Team zu kommen.

Und weiter: „Für mich ist das Vertrauen des Trainers extrem wichtig. Ich will keinen Stammplatz geschenkt bekommen. Aber ich muss spüren, dass ich eine faire Chance bekomme und ich habe keine faire Chance bekommen. Aber das muss ich akzeptieren.“ Den Pforzheimer hat es inzwischen weiter zum 1. FC Nürnberg gezogen, für den er vorerst eine Saison auf Leihbasis spielen wird – ​der Club sicherte sich zudem eine Kaufoption.


Das Minimalziel mit Nürnberg müsse sein, die Klasse zu halten. Bauer wolle persönlich wieder häufiger auf dem Platz stehen und zeigen, was er kann. „Ich habe ein gutes Gespräch mit dem Coach gehabt. Er will mir helfen zu alter Stärke zurückzufinden. Dieses Gefühl habe ich unter Kohfeldt in Bremen vermisst.“ Nürnberg sei ein Neustart für ihn. „Ich bin froh, wieder Freude am Fußball zu haben.“